Das Bonifatius-Praktikanten-Programm – Erfahrungen in Nordeuropa für junge Katholiken

 

Das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken und die katholischen Bistümer laden Dich ein, die katholische Kirche in Skandinavien kennen zu lernen!

 

Obwohl – oder vielleicht gerade weil – hier im Norden nur etwa 1% der Gesamtbevölkerung katholisch ist, ist die Kirche jung, kreativ und im Aufbruch begriffen! 

 


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Zwischen Knäckebrot und Zimtschnecken - Hej hej aus dem Norden

Raphaela und Ricarda stellen sich vor

Raphaela
Ich bin 18 Jahre alt und komme aus Wittichenau (Sachsen) und habe nach dem bestandenen Abitur im Juni beschlossen, zehn Monate in Schweden zu verbringen. Am 12. August bin ich hier angekommen und werde bis Ende Mai nächsten Jahres unter anderem am Newmaninstitut arbeiten.


Zehn Wörter, die ich mit Schweden verbinde:
Kälte, lange Nächte im Sommer, dunkle Tage im Winter, schwedisches Königshaus, Schwedenhäuser, Natur, Zimtschnecken, Stockholmer Hafen, Diaspora, Midsommer


Warum Schweden/Uppsala?
Ich wollte zum einen die Kultur und die Sprache eines skandinavischen Landes kennenlernen und zum anderen bin ich ein großer Fan des schwedischen Königshauses und so fiel mir die Entscheidung nach Schweden zu gehen, nicht schwer. Um in einer größeren Stadt arbeiten zu können, entschied ich mich nach Uppsala zu gehen, da dies eine der größten Studentenstädte Schwedens ist und ich hier auch die Möglichkeit bekommen habe, ebenfalls in Stockholm zu arbeiten.


Wie sieht mein Arbeitsalltag aus?/ Welche Aufgaben ich habe?
Montags bin ich in Uppsala am Newmaninstitut und erledige verschiedene Aufgaben, wie zum Beispiel das Gästezimmer und die Gästewohnung sauber halten oder die Klausuraufsicht bei den Studenten zu übernehmen. Dienstags und donnerstags arbeite ich im Secondhand-shop Erikshjälpen. Mittwochs und freitags bin ich in der katholischen Schule St. Erik in Stockholm und betreue dort die Kinder der Vorschulgruppe.

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Zur Magister-Arbeit zurück in Oslo

Katja Grohmann beendet ihr Studium mithilfe des Katarinahjemmet

Katja Grohmann gemeinsam mit Annika Reiß, Sr. Ane-Elisabeth und Julianne.
Katja Grohmann gemeinsam mit Annika Reiß, Sr. Ane-Elisabeth und Julianne.

Seit dem 1. August bin ich, Katja, wieder in Oslo. Nachdem ich im letzten Jahr so tolle Erfahrungen in der Kirche in Norwegen machen durfte, hat mich das einfach nicht mehr los gelassen. Nun bin ich zurück und forsche hier, um meine Magisterarbeit im Fach Theologie in Freiburg zu schreiben. Dazu habe ich eine Umfrage erstellt, aus deren Ergebnissen ich meine Ausarbeitung erstellen kann. Die Unterstützung von allen Seiten ist riesig. Sr. Ane-Elisabeth hat die Umfrage an ganz Norwegen geschickt und nach 24 Stunden hatten schon fast 80 Leute daran teilgenommen. Das ist ein super Wert! Viele Priester freuen sich, dass sie zu Wort kommen dürfen, noch mehr Gläubige freuen sich, dass sie in einem anonymen Fragebogen selbst zu Wort kommen.

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Wie funktioniert beten?

Carolin Gaida berichtet, was sie in drei Monaten in Uppsala erlebt hat

Das zweite Quartal dieses Jahres habe ich in Schweden, in Uppsala, verbracht. Die drei Monate im Norden bedeuteten für mich eine Auszeit vom Alltag in Deutschland, viele wertvolle Erfahrungen und Erkenntnisse. Ich lernte viele neue liebe und interessante Menschen kennen und genoss die wunderschöne Natur Schwedens.
Das Praktikum absolvierte ich zum einen im Secondhandladen Erikshjälpen. Hier arbeitete ich in nahezu allen Abteilungen. Zu Beginn des Praktikums war ich zusammen mit Sarah hauptsächlich in der Kinderwarenabteilung eingesetzt. Im Lager sortierten wir Kuscheltiere, Puzzle, Puppen, Spielzeugautos usw. Vor den Verkaufstagen putzen wir die Regale und befüllten diese mit den gebrauchten aber noch gut erhaltenen Spielsachen. Dabei verfolgten wir das Konzept von Erikshjälpen der ästhetischen Warenpräsentation. Zum einen bemühten wir uns durch Ordnung dem Käufer ein gutes Kauferlebnis zu ermöglichen zum anderen versuchten wir schöne Arrangements zu schaffen. An den Verkaufstagen arbeitete ich oft im Café oder an der Kasse. In dieser Beschäftigung hatte ich unmittelbaren Kundenkontakt, dass die Arbeit interessant machte, trotz der kleinen und großen Sprachbarrieren. Ferner sortierte ich in der Textilabteilung Gardinen, Stoffreste, Handtücher oder Tischdecken. In der Haushaltsabteilung landete viel Geschirr, Vasen und Kerzenständer, die vor dem Verkauf alle gewaschen wurden.

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Schwedische Natur in vollen Zügen genießen

Ricarda Clasen und Anna Nick grüßen von ihrer Wanderung am vergangenen Samstag!
Über Felder und Bäche und durch viele Wälder erreichten wir nach zehn Kilometern den Mälaren-See. Dort wagten wir uns in das kühle Nass und bekamen eine wunderbare Abkühlung. Am Abend genossen wir die vielen Blaubeeren, die wir im Wald fleißig gepflückt haben. Lecker! Viele Grüsse aus Schweden!

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Zwischen Whale Watching und Public Viewing

Ulrike Kruse ist nach sechs Monaten aus Island zurückgekehrt

In der Zeit vom 1. Februar bis zum 30. Juli 2016 habe ich  ein Praktikum im Bistum Reykjavík auf Island absolviert. Das junge Bistum besteht erst seit 48 Jahren und erstreckt sich über die 103.000 km² große Insel. Der Anteil der Katholiken in Island liegt bei ca. 4 Prozent und setzt sich überwiegend aus Immigranten zusammen, die zum Großteil aus Polen, den Philippinen und Lateinamerika kommen. Somit unterscheidet sich die Situation der katholischen Kirche gänzlich von der Kirche in Mitteleuropa.

Die ersten drei Monate meines Praktikums habe ich in Akureyri, in der größten Stadt im Norden Islands, verbracht. Dort habe ich vormittags im Kleinkinderhort der Karmelschwestern ausgeholfen, in der neun Kinder im Alter von zehn bis 19 Monaten betreut wurden. Meine Aufgaben lagen hier beim An- und Ausziehen der Kinder, Essen zubereiten, Füttern, Spazierengehen, Spielen, Basteln, Aufräumen oder dem Reinigen der Räumlichkeiten. Die Arbeit mit neun solch kleinen Kindern ist sehr anstrengend und kräftezehrend. Man muss jederzeit wachsam sein und die Kinder im Auge haben. Dazu gibt es eine Menge zum Aufräumen und Saubermachen. Natürlich schaffen die Schwestern die Arbeit auch ohne eine Hilfe wie mich. Jedoch ist ein Praktikant eine ungemeine Arbeitserleichterung. Sehr oft haben sich die Schwestern für meine Hilfe bedankt.

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Allsång på Skansen

Anna Nick, Martin Rosenberger und Ricarda Clasen beim Allsång.
Anna Nick, Martin Rosenberger und Ricarda Clasen beim Allsång.

Schweden ist durch und durch eine musikalische Nation: die Schweden lieben es zu singen und können das zumeist auch ziemlich gut. Vielleicht erklärt das auch die Erfolgsbilanz der Schweden beim alljährlichen Eurovision Song Contest. Und wenn die Sonne an Sommertagen nicht untergehen möchte, versammeln sich die Schweden gerne an öffentlichen Plätzen, um gemeinsam zu singen. Das wird als „Allsång“ bezeichnet und findet man in den Sommermonaten in jeder größeren und kleineren Stadt Schwedens. Die berühmteste Allsång-Veranstaltung findet in Skansen – einem großen Freilichtmuseum in Stockholm - statt. Von Midsommar an bis Mitte August findet dort jeden Dienstag ein großer Allsång statt, der sogar im Fernsehen übertragen wird.
Vergangene Woche Dienstag wollten auch wir – Ricarda Clasen, Martin Rosenberger und Anna Nick – einmal live dabei sein und machten uns auf den Weg nach Stockholm. Schon während unserer Erkundungstour durch Skansen am Nachmittag wurden wir von den Generalproben auf der Bühne beschallt und bereits drei Stunden vor Showbeginn waren alle Sitzplätze belegt.

Wir sicherten uns aber eine Stunde vor Beginn ziemlich gute Stehplätze. Nach einer Anweisung wie wir während der Liveübertragung doch bitte klatschen, winken und Fanplakate koordinieren sollten, ging es los. Mit unserem Songheft in der Hand konnten wir das erste Lied, traditionell immer die Hauptstadt-Hymne „Stockholm i mitt hjärta“, mitträllern. „Allsång på Skansen“ wird von der schwedischen Sängerin Sanna Nielsen moderiert und es treten während der einstündigen Show verschiedene schwedische Künstler auf. Diese geben auch ihre Pop- und Rock-Songs zum Besten, aber stimmen auch einige der bekannten Allsång-Lieder an. Damit alle mitsingen können, werden vor dem Lied immer die Seitenzahlen im Allsång-Heft angesagt.

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Wie die Zeit verfliegt

Sechs Monate sind vorbei. Vor eineinhalb Wochen bin ich zurück nach Deutschland geflogen. Zuhause. Endlich wieder meine Familie und Freunde wiedersehen. Endlich nach zwei Monaten mal wieder Dunkelheit in der Nacht erleben.
Zurück in mein ”normales” Leben. Ich freue mich. Aber ich bin auch traurig. Ich hatte eine wundervolle Zeit hier, aus der ich nicht nur viele neue Erfahrungen, sondern auch einige Freunde mitnehmen werde. Island ist ein wunderbares Land. Ich werde einiges vermissen: die Menschen, die Natur, den Skyr, die heissen Quellen zum Baden und vor allem diese unfassbare Stille, die man beim Wandern hören kann. Dies wird bestimmt nicht mein letzter Besuch auf Island gewesen sein.

Ich danke dem Bonifatiuswerk für die Möglichkeit dieser tollen Erfahrung.

 

- Ulrike Kruse

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Sport in Schweden

Carolin, Sarah und Lena probieren sich am Survival Training

Carolin Gaida beim Survival Parcours.
Carolin Gaida beim Survival Parcours.

Die Schweden sind wahre Sportliebhaber. Allein bei Betrachtung der Hosen, die auf den Straßen Uppsalas ausgeführt werden, ist auffallend, dass die Sporttights der Jeans in Konkurrenz steht. Beim Spaziergang durch den Park trifft man auf diverse Trainingsgruppen, von der Zumba Party, über Akrobatik bis hin zu den vielen Joggern, deren Schnelligkeit meinem Sprinttempo gleicht.
Bereits die Kinder werden früh sportlich gefördert. Im Kindergarten und später in der Schule ist der Sportunterricht verpflichtend. Darüber hinaus ist die Mehrheit der schwedischen Kinder in Sportvereinen organisiert. Die Eltern nehmen dabei eine unterstützende Rolle ein, viele begleiten ihre Kinder zum Training, zu den Wettkämpfen oder zu Turnieren.
Besonders beliebt sind dabei Wintersportarten wie Eishockey, Ski Langlauf und Abfahrtsski oder das Schlittschuh laufen. Aber auch deutsche populäre Sportarten werden in Schweden mit Freude betrieben.

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Bereit für die Zeit im Norden

Beim Praktikanten-Seminar haben sich zukünftige und ehemalige Praktikanten getroffen

Schweden, Norwegen und Lettland, das sind die Ziele der zwölf Praktikanten, die sich zum Vorbereitungsseminar des „Bonifatius Praktikanten Programms“ in Paderborn getroffen haben.
„Ich war sehr überrascht, wie anders doch die katholische Kirche in Schweden im Gegensatz zu der deutschen ist. Katholiken in Schweden leben ihren Glauben wirklich und tragen ihn selbstbewusst nach außen. Diese Freude am Glauben erlebe ich in Deutschland nicht mehr so häufig“, hat Sarah Didden berichtet, die drei Monate im schwedischen Uppsala verbracht hat. Ähnliches hat Katja Grohmann festgestellt: „Währen meines Praktikums in Oslo im St. Katarina Kloster habe ich gemerkt, dass wir in Deutschland schon viel mehr Diaspora-Kirche sind, als wir uns eingestehen wollen. Diese Erkenntnis ist für meinen späteren Berufswunsch als Pastoralreferentin unglaublich wertvoll.“
Von diesen Erfahrungen haben die zukünftigen Praktikanten nur profitieren können. Im gegenseitigen Austausch haben sie so schon ein viel genaueres Bild von dem, was sie während ihrer eigenen Zeit in der nordischen oder baltischen Diaspora erwarten wird, erhalten.
Gut gerüstet kann die spannende Zeit für Marcel Fischer in Uppsala, Maris Lohmöller in Vadstena und Uppsala, Hannah Olbrich in Riga, Magdalena Overberg in Stockholm und Annika Reiß in Oslo nun beginnen.

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Tack för i år!

Lena Puscher ist nach einem Jahr aus Schweden zurück

Lena Puscher auf Gotland.
Lena Puscher auf Gotland.

Nachdem ich im letzten Sommer mein Abitur abgelegt hatte, sollte es für mich nicht gleich weiter zum Studium gehen. Also machte ich mich im vergangenen August auf nach Schweden, um durch einen einjährigen Aufenthalt die katholische Kirche dort näher kennenzulernen.
Meine erste Station war Vadstena, das geistlichen Zentrum Schwedens. Hier gründete Europas Schutzheilige, die heilige Birgitta, ihren Orden. Auch heute leben in dem Kloster acht Birgittenschwestern und betreiben nebenbei ein Gästehaus, in welchem die Hauptaufgaben der Praktikanten liegen. Hier ging es vor allem darum, den Gästen einen angenehmen Aufenthalt zu ermöglichen, also unter anderem in der Küche mitzuhelfen oder das Haus sauber zu halten. Auch die wöchentliche Reinigung der Kirche wird von den Praktikanten übernommen.

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