Das Bonifatiuswerk lädt Dich ein, für sechs bis maximal elf Monate die katholische Diaspora-Kirche in Schweden, Norwegen, Dänemark, Island, Finnland, Estland oder Lettland während eines "Internationalen Jugendfreiwilligendienstes" kennenzulernen und tatkräftig zu unterstützen! Bei deinem Freiwilligendienst engagierst du dich in katholischen Ordensgemeinschaften, Kirchengemeinden, einem Treffpunkt für Geflüchtete, Suppenküchen, sozialen Einrichtungen, Kitas oder katholischen Schulen.
Die Kirche in diesen Ländern ist jung, international und in Bewegung, obwohl – oder vielleicht gerade weil – hier nur etwa ein Prozent der Gesamtbevölkerung katholisch ist!

Langsam kommt auch nach Tartu der Frühling, obwohl der offizielle Frühlingsbeginn schon über einen Monat zurückliegt. Am 20. März kam – wie so oft zu Beginn des Unterrichts – die Frage auf: "Welche Jahreszeit haben wir?" Die Antwort war klar: Frühling. Gleichzeitig wurden schon die ersten passenden Gedichte herausgekramt – passend zum Vorlesewettbewerb, bei dem einige unserer Schülerinnen die verschiedenen deutschen Gedichte wirklich zu ihrem Besten gegeben haben. Für mich als eines der Jurymitglieder war es nicht leicht, einen Gewinner*in auszuwählen.

Das neue Jahr startete ereignisreich. Die meisten Praktikanten haben Weihnachten und Silvester in Schweden gefeiert und so bin auch ich auf dem höchsten Punkt Uppsalas ins neue Jahr gestartet.
Nachdem wir die ersten Tage mit unseren Mitpraktikanten verbracht haben, ging es für uns Bergenpraktikanten wieder zurück nach Bergen. Anfang Januar haben wir die wahrscheinlich schönste Wanderung bis jetzt unternommen. Wir waren bei Sonnenaufgang und Schnee auf einem unserer Hausberge.

Der Winter war in Riga einfach magisch. Die ganze Stadt war seit dem Nationalfeiertag hell erleuchtet, jeder Baum und jeder Park waren sowohl in der Innenstadt als auch im nahegelegenen Park unseres Wohnviertels mit Lichterketten geschmückt – was uns den tristen Winter ein wenig erhellte.
Wir haben uns den Winter durch einen Besuch bei einem Candlelight-Konzert und in der Oper aber auch selbst ein wenig erhellt und mit Leben gefüllt.
Die -20 Grad, die uns lange Zeit begleitet haben, mussten wir irgendwie nutzen: wir sind Schlitten gefahren, Schlittschuh gelaufen und ich habe meine ersten Versuche beim Langlaufen gewagt - und so wurde die kalte Jahreszeit zu einem richtig schönen Bilderbuch Winter.

Der Dezember begann ruhig, und der erste Schnee kam auch. Inzwischen ist Tartu schon so lange weiß, dass wir kaum noch wissen, wie die Stadt grün oder grau eigentlich aussieht. Mitte Dezember ging es für Jule Marie und mich nach Riga. Unsere Mitpraktikantin Ines hatte Geburtstag, und wir haben sie mit einem Überraschungsbesuch überrascht. Es war ein richtig schönes Wochenende, und es war echt toll, Marika und Ines wiederzusehen.