„Wir sind wirklich in Schweden!“

Ein zufriedener Seufzer, ein Blick zu Madeleine, ein Blick zu mir, ein glückseliges Grinsen im Gesicht und dann Paulines neuer Lieblingssatz, voller Inbrunst: „Und wisst ihr was? Wir sind wirklich in Schweden.“

 

Recht hat sie. Einmal mit den Augen geblinzelt und schon sind die ersten zwei Monate rum. Wobei, schon ist gut. Wie kann all das, was hinter mir liegt, in nur zwei

Monaten stattgefunden haben? Unmöglich.

Aber doch, vor zwei Monaten saß ich auf einmal nach den ersten zwei Wochen, die ich mit dem Erasmus Orientierungsprogramm in Uppsala am Newman Institut verbracht habe, in S:ta Eugenia in meinem Zimmerchen im 5. Stock eines Stadtpalastes. Mitten in Stockholm zwischen Schloss, Sergels Torg und furchtbar viel Wasser, mit einem Hauch meiner Vorgänger*innen in der Luft, voller Erwartungen und gesunder Aufregung. Mit der Vorstellung in der  Sonntagshochmesse und dem großen Kennenlernen beim Ehrenamtsfest kurz nach Praktikumsstart gab es erstmal einen Haufen neuer Gesichter und Namen und rundum herzliche Begrüßungen und schon da viel Dankbarkeit, dass man da ist.

 

Dankbarkeit & Wertschätzung

Dann ging es auch schon los mit den ersten Tagen in meinen Einsatzstellen. Bei der Arbeit im katholischen Buchladen, im Pädagogischen Amt, bei der Caritas Einrichtung Mötesplatsen, bei der Vorbereitung und Durchführung der englischen Katechese, der Begleitung der Studierendengemeinde und nicht zuletzt dem Abschluss der ersten Semesterhälfte am Newman Institut blieb seitdem keine Zeit für Langeweile.

 

Dafür umso mehr für verschiedenste Horizont-erweiterungen, für wachsende Schwedischkenntnisse, vielfältige Gespräche und für einen Haufen Dankbarkeit. Dabei ist Letzterer das Zentralste: Nicht nur, dass ich mein Glück hier so gut und wertschätzend aufgenommen und begleitet zu werden, an manchen Tagen kaum fassen kann, sondern vor allem die Dankbarkeit, die jeden Tag aus den verschiedenen Bereichen der schwedischen Kirche zurückkommt, ist unbeschreiblich. Wir Praktikant*innen werden hier gebraucht. Die Wertschätzung meiner Arbeit wird großgeschrieben und da ist so manche anfängliche Unsicherheit und alles anfängliche Stolpern schnell vergessen. Und so sind die ersten acht Wochen ins Land gezogen und es schleicht sich eine Art neuer Alltag ein. Ich

bin angekommen und fühle mich sichtlich wohl und freue mich jeden Tag auf die Arbeit in jeder einzelnen Einsatzstelle.

 

Vom Sommer zum Winter

Doch in diesen ersten zwei Monaten ist auch schon sehr viel anderes passiert. Kam ich Ende August noch bei sommerlichen 25 Grad hier an, war noch in Sonnenuntergängen schwimmen und bin sich sonnenden Schlangen auf schwedischen Felsen begegnet, gab es mittlerweile einen zweiwöchigen Herbst und anschließend das, was in Deutschland als "letztes sommerliches Hoch" bezeichnet wurde, aber hier mehr eine Art "Aufbäumen vor der kommenden Eiszeit" war. So hat es mittlerweile immer öfter Minusgrade, ich denke über die Anschaffung eines zweiten Paars Handschuhe nach (vielleicht überleben meine Hände den

schwedischen Winter, wenn ich auch sie wie eine Zwiebel einpacke? Ich werde berichten!) und nach der Zeitumstellung ist hier mittlerweile ab 15.30 Uhr deutlich das Sinken der Sonne zu beobachten. Die Bäume tragen ihr Winterkleid, Stockholm schmückt sich bereits in weihnachtlichen Lichtern und die Eislaufbahn im Kungsträdgården wartet auf eine Testfahrt. Unsere kleine Praktikantinnenclique wächst eng zusammen und es werden fleißig Survival-Pläne für den dunklen und kalten Winter geschmiedet.

 

All das in zwei Monaten, so vieles liegt noch vor uns. Und ich kann sagen: Ich habe bereits jetzt unglaublich viel über meine Kirche und über meinen Glauben erfahren; habe meine

eigenen Grenzen kennengelernt, Komfortzonen verlassen und bin gewachsen.

 

Ein zufriedener Seufzer, ein Blick zu Madeleine, ein Blick zu mir, ein glückseliges Grinsen im Gesicht und dann Paulines neuer Lieblingssatz, voller Inbrunst: „Und wisst ihr was? Wir sind

wirklich in Schweden.“ Recht hat sie. And the best is yet to come.

Catalina

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