Tipps und Tricks gegen den Novemberblues

In den vergangenen Wochen haben wir hier im hohen Norden wahrscheinlich alle die Auswirkungen des tristen Wetters und der Dunkelheit im November zu spüren bekommen. Zumindest hier in Uppsala ist das Wetter deprimierend…

 

Kerzenlicht sorgt für Gemütlichkeit und Wärme.
Kerzenlicht sorgt für Gemütlichkeit und Wärme.

Die Sonne kämpft sich nur sehr selten durch die Wolken und der graue Himmel und Regen haben die Überhand. Hinzu kommt noch die Dunkelheit der Nacht, die hier bereits um 15.30 Uhr herrscht. Es ist wirklich interessant, was dieses Wetter mit einem und in einem macht.

Um 8.30 Uhr wird es Tag, aber an einem grauen Tag wie heute herrscht nur ein Dämmerzustand, bis es dann um 15 Uhr beginnt wieder dunkel zu werden. Spätestens um 16 Uhr ist finstere Nacht und die Sterne funkeln vom Himmel. Deshalb sagt einem der Kopf um 17.30 Uhr ”Zeit fürs Bett”. Man hält sich natürlich wach und wenn man dann um 22 oder 23 Uhr schlafen gehen möchte, ist der Körper mittlerweile wieder ziemlich wach (es ist ja bereits seit sechs Stunden Nacht und der Kopf denkt wohl, dass es jetzt wieder morgen wird). Deshalb ist es am nächsten Morgen nicht immer leicht aus dem Bett zu kommen und der Lauf des Tages beginnt vom Neuen.

 

Außerdem drückt dieses Wetter unfreiwillig auf das Gemüt und ich habe das Gefühl, dass auch die Schweden sich noch mehr zurückziehen, als sie es eh schon manchmal gerne tun ;-) Auch ich habe mich in den letzten Tagen gefragt, warum sich in mir zeitweise eine leicht melancholische Stimmung verbreitet und ich Abende auf dem Sofa bevorzuge.

 

Die Antwort: Novemberblues! Die Natur spielt wirklich ein Spiel mit dem eigenen Körper und man versucht so gut es geht gegen diesen Gegner anzukommen.

 

Ich habe ein paar Tricks und Tipps zusammengestellt, die mir und vielleicht auch anderen zumindest zeitweise aus dem Novemberblues helfen:

  1. Versuchen so gut es geht seinen gewohnten Tagesrhythmus beizubehalten.
  2. Den Tag mit Obst zum Frühstück beginnen. Ist gesund und sieht fröhlich aus.
  3. Vitamin D-Tabletten: um die Wirkung der Sonne zumindest ein bisschen zu ersetzen.
  4. Auch die ersten winterlichen Gebäcke können eine leichte freudig-voradventliche Stimmung verbreiten.
    Beliebte Klassiker in Schweden: Pepparkakor (Pfefferkuchen), Lussekatter (Gebäck mit Safran) oder Kanelbullar (Zimtschnecken)
  5. Sport und frische Luft: so viel Tageslicht, wie möglich, tanken und einen kleinen Spaziergang in der Mittagspause machen. Auch im Dunklen zu einer kleinen Joggingrunde oder Spaziergängen (auch zum Supermarkt) aufbrechen. Stilsicher ist man in Schweden mit einer Warnweste und Reflektoren ;-)
  6. Licht: Tageslichtlampen können wahre Wachmacher sein. Ansonsten spenden auch Kerzen ein gemütliches Licht und Wärme in der Dunkelheit.
  7. Hoffen auf den Schnee: für Samstag ist in Uppsala tatsächlich der erste Schnee angesagt und alle hoffen darauf, denn Schnee bringt Helligkeit!
  8. Gedanken an den Sommer: ab Mai wird man sich bei hellen Nächten etwas von der Dunkelheit des Novembers wünschen!
  9. Soziale Kontakte: sich mit Menschen treffen, die das selbe ”Schicksal” erleiden und gemeinsam ein paar fröhliche Stunden verbringen.
  10. ”Leid ertragen”: das klingt zwar etwas makaber, aber es kann auch mal gut tun einen schlecht gelaunten Tag zu haben. Danach freut man sich noch mehr über die Sonne, Weihnachten und Glücksmomente! ;-)
Obst, Vitamin D-Tabletten und schwedischer Pfefferkuchen helfen die Stimmung zu heben.
Obst, Vitamin D-Tabletten und schwedischer Pfefferkuchen helfen die Stimmung zu heben.
Ein kleiner Spaziergang an der frischen Luft tut ebenfalls gut. Die Warnweste jedoch nicht vergessen ;)
Ein kleiner Spaziergang an der frischen Luft tut ebenfalls gut. Die Warnweste jedoch nicht vergessen ;)

Das sind meine persönlichen Tipps gegen das deprimierende Novemberwetter. Mich würden auch die Abwehrmethoden der Praktikantinnen und Praktikanten in Schweden und Norwegen interessieren!


Was hilft euch in dieser dunklen Jahreszeit? Ich und sicher auch viele andere würden sich über Kommentare oder eigene Erfahrungsberichte von euch freuen!

Viele Grüße aus Uppsala,
Anna Nick

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