Klara's Zeit in Schweden

Zeit Abschied zu nehmen. (v.l. Sara Skaliks, Klara Santel, Johanna Cramer und Hanne Reimann)
Zeit Abschied zu nehmen. (v.l. Sara Skaliks, Klara Santel, Johanna Cramer und Hanne Reimann)

Neun Monate in Schweden leben - etwas auf das ich mich unglaublich gefreut und mir gleichzeitig gar nicht vorstellen konnte. Das Land hat mich schon viele Jahre vorher begeistert und verzaubert, den Unterschied zwischen Urlaub machen und leben ist jedoch sehr viel größerer als man denkt.

 

Meine Erwartungen an dieses Jahr waren besonders das Kennenlernen einer neuen Kultur und Sprache, das Treffen vieler lieben Menschen und natürlich das Arbeiten im sozialen Dienst.

Von Anfang an:

Anfang Oktober ging es für mich los nach Uppsala zum Newman-Institut, der einzigen katholischen Hochschule Schwedens, an der wir kreativ mitarbeiten durften. Gewohnt habe ich in einem Studentenwohnheim mit vielen schwedischen aber auch ausländischen Studenten zusammen. Gekoppelt an das Institut waren für mich mehrere Projekte, in Stockholm bei der Caritas und bei dem Eriksjhälpen-Secondhandladen in Uppsala.

Uppsala: Mein neues Zuhause                                               Arbeiten in der Bibliothek und im Konferenzraum 

Das Newman-Institut:

Unsere Aufgaben in diesem Bereich hätten unterschiedlicher nicht sein können. Standardaufgaben sind das Verteilen der Post, die Blumen zu gießen und das Café zu machen, aber auch Klausuraufsichten und Belegungspläne zusammenzustellen – typische Arbeit an einer Hochschule eben.

 

Dazu kam die Arbeit in der Bibliothek, welche mir besonders Spaß gemacht hat und etwas ganz Neues für uns war. Neben dem Katagorisieren von Büchern bekamen wir im neuen Jahr auch die Aufgabe eine Inventur des ganzen Instituts vorzunehmen. So wurde man mir nichts dir nichts zum Möbelfachmann und Schwedischexperte.

 

Zum Dasein eines Praktikanten am Newman-Institut gehört auch das Aushelfen und Planen von größeren Feierlichkeiten wie Weihnachtsfeiern, der Newman-Tage oder der Semester Abschlussfeier.

unsere Studentengruppe beim Himmelfahrtsgrillen                                                        Klara und Hanne beim Blodomloppet

Arbeit im Ferienhaus „Marieudd“

Ein besonders schönes Aufgabenfeld war für uns die Arbeit im Ferienhaus des Institutes in Marieudd, wo wir Ideen über Neuanschaffungen gesammelt haben, umgefallene Bäume zerhackten oder auf Möbellieferungen warteten. Natürlich durfte besonders dort die Entspannung auch nicht zu kurz kommen, sodass wir schwimmen, vor dem Kamin sitzen oder auch in die Sauna gehen konnten und das im schwedischen Paradies schlechthin.

Unser zweites Zuhause: Marieudd                                                                                neue Freundschaften: Ricarda, Klara und Hanne

Drei Tage die Woche in Stockholm

Drei Tage die Woche ging es für mich nach Stockholm zur Caritas, wo wir jeden Tag ein Frühstück für Bedürftige und Flüchtlinge vorbereiteten und einen anschließenden Schwedischsprachkurs mitgestalteten. Außerdem planten wir Aktivitäten zusammen, verteilten Kleiderspenden oder sorgten mit Waffeln für schöne Momente, in denen die Menschen für einen Moment ihre Sorgen vergessen konnten.

Hanne im Café von Erikshjälpen             Kanelbullar!                                                                                  Cafe Tant Brun in Sigtuna

„Begegnungen, die ich nie vergessen werde“

Gerade bei der Caritas habe ich die liebenswürdigsten Menschen kennengelernt, dessen Begegnungen ich nie vergessen werde. Die Dankbarkeit der Menschen die aus den schwierigsten Fluchtproblemen kommen war unbeschreiblich und hat einem immer wieder gezeigt, warum man das alles überhaupt macht. Besonders am Anfang war der Sprachkurs auch für uns eine große Hilfe um mit Schwedisch weiterzukommen

Eriksjhälpen, ein Secondhandladen mit gutem Zweck

v.l. Klara Santel und Hanne Reimann bei der Arbeit im Eriksjhälpen.
v.l. Klara Santel und Hanne Reimann bei der Arbeit im Eriksjhälpen.

Meine ersten drei Monate arbeitete ich außerdem im Eriksjhälpen, dem Secondhandladen dessen gesamter Erlös an Kinderprojekte auf der ganzen Welt geht. Der gute Zweck war wirklich während der gesamten Arbeit spürbar, sei es im Lager beim Sortieren oder an der Kasse oder im Café als Verkäuferin. Als die anfänglichen Sprachbarrieren überwunden waren knüpfte man auch sehr schnell Kontakte zu anderen Volontären.

Freizeit in Schweden

Aber jetzt weg von der Arbeit, unsere Freizeit war bestimmt mindestens genauso schön. In der Gemeinde St. Lars, die wirklich direkt „um die Ecke“ war, engagierten wir uns in Jugend – und Studentengruppen, gingen in die Messe und trafen eine Menge sehr netter Menschen. Die katholische Kirche ist wirklich anders als in Deutschland, sehr viel internationaler und auch etwas traditioneller, aber auch ein Ort an dem wir sehr schnell Anschluss finden konnten.

 

Freundschaften, die lange halten

Besonders wichtig und schön waren natürlich die Aktivitäten als Gruppe zusammen. So lernten wir Schweden kennen und reisten nach Kiruna, Göteborg und Helsinki und besuchten andere Praktikanten in Riga und Vadstena. Zusammen mit Lara und Sophie aus Stockholm und Johanna und Friederike aus Vadstena wurden wir eine echt tolle Schwedentruppe und diese Freundschaften werden bestimmt noch sehr lange halten.

 

Besuch in Riga: Hanne, Klara, Markus, Lara           zu Besuch in Vadstena und                   Helsinki                        Geburtstagsfeiern!

Ich denke ich kann mit Recht behaupten, dass mich dieses Jahr unglaublich verändert und bereichert hat. Mit Uppsala habe ich eine Stadt gefunden, in die ich eventuell eines Tages als Student zurückkomme und in Schweden hätte ich mich wohler nicht fühlen können. Auch die schwedische Sprache wurde nach den typischen Anfangsschwierigkeiten eine Sprache, die ich verstehe und gut mit umgehen kann. Man kann die ganzen lieben Menschen kaum aufzählen, die man in den unterschiedlichsten Situationen kennengelernt hat und unbedingt einmal wiedersehen möchte.

 

Aber neben vielen neuem Wissen und Fähigkeiten bin auch ich als Person sehr viel eigenständiger und offener geworden, was mir erst hier in Deutschland richtig bewusstwird. Immer wieder stand man vor Situationen, durch Sprachbarrieren oder Organisationsproblemen, denen man am liebsten aus dem Weg gehen würde und doch hat man jede dieser gemeistert und ist daran gewachsen.

 

Über meine letzten neun Monate kann ich nur sagen: Tack för den bäst tiden / Danke für die beste Zeit!

 

Liebe Grüße, Klara

Die Träger des Projekts           Kontakt

Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken e.V. 

Kamp 22 | 33098 Paderborn

Tel.: 05251 29 96 - 0

Fax: 05251 29 96 - 88

E-Mail: 
info@bonifatiuswerk.de

Web: www.bonifatiuswerk.de

 

Weitere Infos zum Bonifatiuswerk

 

Newman-Institut 

Ricarda Clasen

Projektkoordinatorin

Slottsgränd 6 | 75309 Uppsala

Web: www.newman.se

E-Mail: ricarda.clasen@newman.se

 

 

 

 

 

Weitere Infos zum Newman-Institut

 

Fragen zum Programm richten Sie gerne direkt an:

Marisa Grummich

Referentin "Missionarische und diakonische Pastoral"
Tel.: 05251 29 96 - 44
E-Mail: Marisa.Grummich@bonifatiuswerk.de

Presseanfragen richten Sie gerne direkt an:

Theresa Meier

Redakteurin "Kommunikation"
Tel.: 05251 29 96 - 58

E-Mail:

Theresa.Meier@bonifatiuswerk.de



Finanziell unterstützt wird das Bonifatius Praktikanten Programm durch das Erzbistum Paderborn.