Solen skiner kanske bara idag

Blumen aus dem Garten für einen Tisch in Marielund.
Blumen aus dem Garten für einen Tisch in Marielund.

(übersetzt: Die Sonne scheint vielleicht gerade heute) 
Es hat letztendlich ungefähr anderthalb Monate gedauert, um mit den Arbeitsabläufen bei Marielund vertraut zu werden. Zum Schluss wusste ich, wie eine "Ostbricka" (Käseplatte) auszusehen hat, jedoch nicht wie ich 30 "Pepparkakor"-Sterne (Lebkuchenplätzchen) leserlich und halbwegs ästhetisch mit Namen verzierte. Das hat dann zu großem Gelächter geführt mit Anila, unserer guten Fee in Marielund. Sie hat uns Praktikanten oft unter die Arme gegriffen. Andererseits wurden unsere Aufgaben nach und nach zur Routine und ich konnte mir auch oft die Aufgabe aussuchen, die ich am liebsten gemacht habe. Zum Beispiel war das die Gartenarbeit und vielleicht sogar auch mal das Fensterputzen, weil ich die alten Fenster des Haupthauses einfach so schön fand. Mein Highlight war, als Lenn, unser treuer Hobbygärtner, mich angeleitet hat, den Rasentraktor zu fahren.

Wie ein Urlaub in Schweden

Marielund im Winter.
Marielund im Winter.

Mir fiel es leicht, mich wohl zu fühlen, weil für mich "zu Hause" instinktiv das Gefühl von Geborgen-, und Gelassenheit bedeutet.

Vielleicht lag es auch an der Bevölkerung, die ich als ruhig und in sich gekehrt wahrnehmen konnte. Mit einem Tee im Wintergarten zu sitzen, während der Wald vor der Tür mit Schnee bedeckt war und die Sonne durch die Tannen hindurchschien, war einer der simpleren, jedoch schönsten Momente für mich während meines PiNs. Ich kann es nicht anders sagen: Unsere Bleibe war einfach erste Sahne. Der gemeinsame Ausflug im Spätsommer nach Marieudd mit Ricarda, Maria, Severin und Alena war ein guter Vorgeschmack darauf, wie so ein Urlaub in Schweden in einem Sommerhaus aussehen könnte. 

Sommerliche Eindrücke

Arbeiten bei der Caritas

Ausflug zum Skansen-Museum mit der Caritas-Gruppe. Marlene und Maria waren als Besuch mit dabei. (Foto: privat)
Ausflug zum Skansen-Museum mit der Caritas-Gruppe. Marlene und Maria waren als Besuch mit dabei. (Foto: privat)

Bei der Caritas konnte ich nach einer Zeit der Eingewöhnung mit dem Team und den Besuchern sehen, dass die schönste Zeit für einige wohnungslose Menschen

dort am "Mötesplats" (Treffpunkt) der Caritas stattfand. Einen Ort, an dem man für einen Moment Ruhe finden, sich an einer Suppe, einer Waffel oder einer neuen Jeans erfreuen, bekannte Gesichter treffen und gemeinsam Ausflüge machen kann. Das war der "Mötesplats" für mich.

 

Skandinavien entdecken

Im Oktober habe ich einen Kurztrip nach Oslo gemacht und hatte großes Glück was das Wetter anging, denn bekanntlich scheint die Sonne in Skandinavien "vielleicht gerade heute", wie der Songtitel in der Überschrift aussagt. Anfang Dezember bin ich mit dem Nachtzug von Stockholm in den hohen Norden von Lappland gefahren. In der nördlichsten Stadt Schwedens Kiruna war es etwas traurig zu sehen, dass dort die alten Häuser und Gebäude aufgrund der größer werdenden Mine nach und nach abgerissen werden. Ich bin von dort aus weiter mit dem Zug in den Nationalpark Abisko gefahren und habe es tatsächlich geschafft, die Nordlichter zu sehen. Das Wälzen im Neuschnee nach abendlichen Saunagängen war der "Endgegner" nach den abenteuerlichen Tagen in der Nähe des Polarkreises.

Eine magische Vorweihnachtszeit

Weihnachtsfeier mit dem Team in Marielund (v.l. Alena, Ann und Elisabeth, meine Ersatz-"Mormor" (Oma))
Weihnachtsfeier mit dem Team in Marielund (v.l. Alena, Ann und Elisabeth, meine Ersatz-"Mormor" (Oma))

Die ganze Vorweihnachtszeit war wie in einem Film, einfach magisch. Klassisch gab es das Julbord, den "Weihnachtstisch“. Bevorzugt wird in Schweden mit dem "Sill", dem Hering begonnen - mein persönlicher Favorit war der "Senap Sill" (Hering in Senfsoße). Die große Weihnachtsfeier der Caritas hat unter anderem gezeigt, wie sehr sich Kinder, vorwiegend aus ukrainischen und lateinamerikanischen Familien, über gespendete Geschenke gefreut haben. Es war eine großartige Aktion, die ich miterleben durfte. Für die Weihnachtstage bin ich nach Vadstena gefahren, um dort mit einigen PiNlern gemeinsam das Fest zu feiern. Ricarda und Anna haben uns wirklich sehr herzlich empfangen und die Vorbereitungen für die Messe haben viel Spaß gemacht. Da hat bei der Größe des Tannenbaums in der Kapelle der Brigittaschwestern selbst eine Greifzange in den Händen des größten PiNlers Robert nicht geholfen, um den Stern auf die Tannenspitze zu drapieren. Es war insgesamt eine schöne, heimelige Atmosphäre.

Дякую! Gracias! Tack!

In Uppsala mit der Domkyrka im Hintergrund
In Uppsala mit der Domkyrka im Hintergrund

Ich denke, dass nicht Neujahr, sondern die Weihnachtszeit der Moment war, an dem mir am meisten bewusst geworden ist, dass ich nicht mehr lange in Schweden bleiben würde. Um ehrlich zu sein, bin ich noch nicht so richtig in Deutschland angekommen. Aber für mich war die Zeit auch ein Anfang, weil sich viele Türen für mich öffneten und demzufolge sehe ich es als ein unabgeschlossenes Kapitel. Ich bin dankbar für alles, was ich erleben durfte: für die Menschen, die mir begegnet sind und die, die mich unterstützt haben, werde ich in meinem Herzen tragen. Дякую! Gracias! Tack!

Anita

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