Angekommen in Dänemark

Katharina bei einer Kaffeepause
Katharina bei einer Kaffeepause (Foto: privat)

Ich bin am 30. August morgens um 7 Uhr losgefahren und kam nach fast 12 Stunden gegen 18:30 Uhr in Dänemark an. Ausnahmsweise hatte der Zug der DB mal keine Verspätung, und trotz Umstieg verlief alles super. Trotzdem war es deutlich anstrengender, den ganzen Tag im Zug zu sitzen, als ich vorher gedacht hatte.

Am Bahnhof holte mich Maria, die Generalsekretärin der Caritas Dänemark, ab und brachte mich ins Wohnheim, wo ich den zuständigen Priester, Pater Daniel, kennengelernt habe. Er führte mich anschließend durch das Wohnheim und zeigte mir alles.

 

Meine Arbeit

Meine Einsatzstelle ist die Caritas Dänemark, deren Büro mitten im Zentrum Kopenhagens liegt. Mit dem Fahrrad brauche ich dorthin etwa 15 Minuten und mit der Metro 25 bis 30 Minuten.

 

Inzwischen übernehme ich dort viele unterschiedliche Aufgaben. Besonders am Anfang waren es vor allem praktische Dinge, wie zum Beispiel Kaffee oder Tee kochen, Unterlagen oder Flyer drucken, die Spülmaschine ausräumen oder Pakete abholen und wegbringen. Für diese Wege nutze ich meistens das "Cargo Bike". Anfangs war es etwas ungewohnt und auch anstrengend, damit durch die Stadt zu fahren, aber mit der Zeit wurde es immer einfacher. Inzwischen habe ich mich gut dran gewöhnt und es macht mir sogar richtig Spaß.

 

Donnerstags und freitags habe ich besondere Aufgaben: Donnerstags bereite ich das Frühstück für unser wöchentliches Teammeeting vor, und freitags arbeite ich im "Migrant House", unterstütze bei den Vorbereitungen der "Food Bank" und helfe beim Packen von Lebensmittelpaketen. Diese "Food Bags" werden dann an Menschen verteilt, die Unterstützung brauchen. An einigen Samstagen war ich auch schon bei der Verteilung dabei.

 

Neben den praktischen Tätigkeiten gestalte ich außerdem Flyer und Werbematerialien, um auf Veranstaltungen aufmerksam zu machen, und helfe bei der Organisation von Caritas-Events. Dabei lerne ich nicht nur viel über Planung und Öffentlichkeitsarbeit, sondern bekomme auch einen guten Einblick in die soziale Arbeit der Caritas in Dänemark und in die Hintergründe der Menschen, die in Not sind und wie man ihnen konkret helfen kann.

Freizeit

In meiner Freizeit versuche ich, so viel wie möglich von Kopenhagen zu erleben. Ich gehe viel mit Freunden in die vielen schönen Cafés oder Parks.

 

Wenn ich Sport machen möchte, jogge ich meistens im "Fælledparken", der direkt neben unserem Wohnheim liegt. Dort sieht man überall Menschen joggen, entweder alleine oder in den verschiedenen "Run-Clubs". Bei einigen dieser "Run-Clubs" war ich auch schon dabei. Dadurch wird man richtig motiviert und nach den Läufen gibt es oft sogar kostenlose Zimtschnecken oder Getränke.

 

Wenn das Wetter mal schlecht ist, gehe ich mit Greta, meiner Mitpraktikantin, ins Fitnessstudio. Preislich ist das im Vergleich zu anderen Dingen tatsächlich ähnlich wie in Deutschland, wenn man bei einer Fitnesskette angemeldet ist.

 

Ein Highlight für mich war auf jeden Fall die K7-Woche, in der junge Menschen viele Museen kostenlos besuchen können. Mit meinen Mitbewohnern war ich in dieser Zeit in einigen Museen, zum Beispiel im Louisiana Museum of Modern Art oder im Architekturmuseum.

Wohnen

Wir wohnen in einem internationalen Studentenwohnheim, von dem ich wirklich positiv überrascht bin. Vor allem im Vergleich zu deutschen Standards oder den Geschichten, die ich bisher gehört habe. Die Küche ist sehr gut ausgestattet und wir haben viel Platz, um abends gemeinsam zu kochen und zu essen. Außerdem gibt es ein Wohnzimmer, in dem man abends Zeit verbringen und beispielsweise Filme schauen kann.

 

Besonders gut ist die Lage des Wohnheims: Es liegt direkt neben einer Metrostation, sodass man überall in der Stadt in 15–20 Minuten ist. Auch der Park, den ich vorhin schon erwähnt habe, liegt gleich nebenan. Außerdem gibt es in der Nähe viele Supermärkte und eigentlich alles, was man braucht. Mit den Studenten im Wohnheim verstehen wir uns sehr gut und verbringen deshalb viel Zeit zusammen, was richtig schön ist. Direkt neben dem Wohnheim ist die "Sankt Augustins Kirche", in der sonntags alle gemeinsam zum englischen Gottesdienst gehen. Danach gibt es immer das wöchentliche "Dorm Dinner", bei dem meist zwei bis drei Leute für alle kochen. Neben den Leuten aus dem Wohnheim gibt es die Gruppe "CAYAC" der "Catholic Association of Young Adults in Copenhagen". CAYAC bietet viele Aktivitäten außerhalb des Gottesdienstes an, zum Beispiel gemeinsame Ausflüge, Volleyball spielen, Filmabende oder gemeinsame Abendessen.

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