
Das neue Jahr startete ereignisreich. Die meisten Praktikanten haben Weihnachten und Silvester in Schweden gefeiert und so bin auch ich auf dem höchsten Punkt Uppsalas ins neue Jahr gestartet.
Nachdem wir die ersten Tage mit unseren Mitpraktikanten verbracht haben, ging es für uns Bergenpraktikanten wieder zurück nach Bergen. Anfang Januar haben wir die wahrscheinlich schönste Wanderung bis jetzt unternommen. Wir waren bei Sonnenaufgang und Schnee auf einem unserer Hausberge.
Arbeiten in der Einsatzstelle
Der Alltag kam im neuen Jahr auch schnell herbei und so hatte ich am St. Paul Gymnasium und der St. Paul Grundschule viel zu tun. An der Grundschule helfe ich in der 8., 9., und 10. Klasse im Deutschunterricht und darf diesen auch öfters mal selbst leiten. Für das neue Jahr hatte ich mir vorgenommen, den Unterricht auf Norwegisch zu machen. Das funktioniert mittlerweile auch ziemlich gut. Die norwegische Sprache erleichtert die Kommunikation mit den Schülern und gibt mir selbst ein positives Gefühl.
Starkes Netzwerk unter den Freiwilligen

Anfang Februar ging es schon wieder nach Schweden, zum Zwischenseminar. Neben den Seminareinheiten hat es mich vor allem gefreut wieder alle Mitpraktikanten zu sehen. Zurück in Bergen hat uns Jonas erwartet. Er ist ein ehemaliger Bergenpraktikant, der den Praxisteil seines Lehramtsstudiums am St. Paul Gymnasium macht. Quasi sind wir jetzt zu fünft.
Mitte Februar haben David und ich einen Tagesausflug nach Kopenhagen unternommen, Am Abend haben wir uns gemeinsam mit Kati und Greta, den Praktikantinnen in Kopenhagen, ein Frauen Europapokalspiel von Eintracht Frankfurt in Varum angeschaut. Zwei Tage später ging es für Benjamin, David und mich ins Baltikum. Zunächst nach Tartu, dann nach Riga. Es war sehr spannend zu sehen, wie unterschiedlich die Mentalität der Menschen in den verschiedenen Ländern ist.
Ende Februar kam ein Wetterumschwung in Bergen und es wurde wieder etwas wärmer. Für uns bedeutet das: Wandern, Wandern, Wandern. Die Hausberge wurden bestiegen und der ein oder andere Ausflug Richtung Fjorde unternommen.
Norwegische Orchesterkultur erleben
Der Februar und März waren für mich auch musikalisch geprägt. Es stand sehr viel Probearbeit an. Ich spiele Posaune und gemeinsam mit meinem Orchester in Bergen, dem "Sandviken Ungdomskorps", bin ich Ende März auf die norwegischen Orchestermeisterschaften nach Trondheim gefahren. Dort haben wir in der 2. Liga einen großartigen 7. Platz erreicht.
Zur Vorbereitung standen unter anderem zwei Konzerte in Bergen an, eines davon in der bekannten "Grieghalle". Es ist sehr interessant zu sehen wie unterschiedlich, aber doch eigentlich gleich, die deutsche und norwegische Orchesterkultur sind. Im Orchester lerne ich viel Norwegisch, was mir auch im Alltag weiterhilft. Außerdem ist es schön, soziale Kontakte zu Einheimischen zu haben, mit denen man auf der Arbeit nichts zu tun hat.
Mittlerweile sind sieben Monate des Praktikums vorüber und ich hätte mir nicht erträumen können, wie viel Spaß es machen wird. Obwohl die Rückreise nach Deutschland mittlerweile gebucht ist, traue ich mich gar nicht so weit zu schauen und freue mich darauf, die nächsten vier Monate mit meinen Mitpraktikanten zu genießen.