
Vor drei Wochen bin ich aus Island zurückgekommen, aber trotzdem fühlt es sich noch ein wenig seltsam an, wieder zu Hause zu sein. Einerseits kommt es mir vor, als wäre ich gerade erst zurückgekommen. Gleichzeitig habe ich das Gefühl, Island schon vor Ewigkeiten verlassen zu haben. Die Reise mit der Fähre war wieder ziemlich anstrengend und ermüdend und während ich noch dabei war, mich davon zu erholen, hatten wir in Deutschland Temperaturen von fast 40 Grad. Da habe ich mich ehrlich gesagt oft nach Island zurückgewünscht. Am Badesee ließ es sich aber doch ganz gut aushalten und inzwischen habe ich mich wieder an die höheren Temperaturen gewöhnt.

Anfang Mai war es so weit und Paulines Eltern kamen zu Besuch. Wir nutzten die Gelegenheit und präsentierten Turku bei schönem Frühlingswetter von seiner besten Seite. Dank eines Mietautos waren wir nun sehr flexibel und unternahmen mehrere Ausflüge rund um Turku. Großes Highlight war dabei der Roadtrip über die Archipelagostraße, die von Insel zu Insel führt und durch zahlreiche Brücken sowie Fähren miteinander verbunden ist. Wir fuhren durch Wälder, Wiesen und kleine süße Hafenstädte. Unterwegs hielten wir an Stränden und genossen die finnische Idylle.

"Das Leben ist schön!" Schon zu Beginn meines Auslandsaufenthaltes hier in Lettland wurde mir dieser Satz beigebracht und seitdem verknüpfe ich ihn mit all den tollen Erfahrungen, die ich hier in Riga sammeln darf. Und davon gibt es wirklich viele… Nach den kalten und dunklen Monaten im Norden, freue ich mich über jeden sonnigen Tag hier. Der Frühling war allerdings sehr wechselhaft. So war von leichtem Schneefall, über sintflutartigen Regen bis zu 28 Grad und Sonnenschein alles dabei. Aber trotz der unzuverlässigen Wetterverhältnisse haben wir den Frühling in Lettland sehr genossen.