Die dänische Hauptstadt Kopenhagen liegt in der Öresundregion und ist auf mehrere Inseln verteilt. Die nordeuropäische Metropole zeichnet sich durch eine hohe Lebensqualität aus und bildet den zentralen Standort der katholischen Kirche Dänemarks.
Hafenrundfahrt am Nyhavn in Kopenhagen
(Foto: Jule Müller)
Wer, wie viele, wie lange?
Zwei Freiwillige (m/w/d) können jeweils 10 Monate ihr Praktikum in Kopenhagen verbringen. Sie werden entweder bei der Caritas Dänemark oder in der Niels Steensen Grundschule und dem gleichnamigen Gymnasium eingesetzt.
Wo genau?
Was sind deine Einsatzstellen?
Caritas Dänemark:
Im Zentrum von Kopenhagen hilfst du der katholischen NGO bei ihrer Landesarbeit in Dänemark. Die Arbeit ist abwechslungsreich und vielfältig: Du kannst praktische alltägliche Aufgaben im Sekretariat oder im sozialen Bereich im Haus für geflüchtete Menschen übernehmen.
Support vor Ort (Caritas): Ditte Dandanell Bihl (englischsprachig)
Niels Steensen Grundschule und Gymnasium:
Zu deinen Hauptaufgaben gehört die Unterstützung der Lehrkräfte im Deutschunterricht. Darüber hinaus übernimmst du einmal pro Woche
eine Koch-AG, bei der gemeinsam mit vier Schülerinnen und Schülern gekocht wird. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, sich an verschiedenen Nachmittagsangeboten und weiteren schulischen
Aktivitäten zu beteiligen. Ein weiterer Aufgabenbereiche umfasst die individuelle Begleitung einzelner Schülerinnen und Schüler. Du kannst auch in der Schulseelsorge aktiv werden. Die
Einsatzstelle bietet einen umfassenden Einblick in das dänische Schulsystem und ermöglicht es, dich auf vielfältige Weise einzubringen.
Support vor Ort (Schulen): P. Daniel Nørgaard
(deutsch- und englischsprachig)
Wie wohnst du?
Während deines Praktikums wohnst du mit vielen anderen internationalen Studierenden in einem Studentenwohnheim. Du hast ein eigenes Zimmer, teilst dir aber die Küche mit den Studierenden. Um deine Verpflegung kümmerst du dich selbst.
Das Studentenwohnheim und dein Zimmer in Kopenhagen
(Fotos: Laurens Amrhein)

Ich bin am 30. August morgens um 7 Uhr losgefahren und kam nach fast 12 Stunden gegen 18:30 Uhr in Dänemark an. Ausnahmsweise hatte der Zug der DB mal keine Verspätung, und trotz Umstieg verlief alles super. Trotzdem war es deutlich anstrengender, den ganzen Tag im Zug zu sitzen, als ich vorher gedacht hatte.
Am Bahnhof holte mich Maria, die Generalsekretärin der Caritas Dänemark, ab und brachte mich ins Wohnheim, wo ich den zuständigen Priester, Pater Daniel, kennengelernt habe. Er führte mich anschließend durch das Wohnheim und zeigte mir alles.

Nun ist es schon zwei Monate her, dass ich in Kopenhagen angekommen bin, doch für mich fühlt es sich nicht mehr als einer an. Wenn ich jedoch darauf zurückblicke, was ich schon alles erlebt habe, wirken die 6 Wochen doch langsam realistischer.
Da mein Mitfreiwilliger und Freund Dominik, der in Oslo arbeitet, auch aus meiner Heimatstadt kommt, sind wir eine lange Strecke zusammen in seinem Auto gefahren. Wir starteten am 2. September. Nach 7 Stunden Autofahrt setzte er mich dann 17:30 Uhr in Kolding in Dänemark ab und fuhr weiter nach Frederikshavn, von wo er schließlich die Fähre nach Oslo nehmen wollte. Für mich ging es ab Kolding also allein weiter.

So richtig begreifen konnte ich es noch nicht, als ich mich am 26.04 von meiner Einsatzstelle endgültig verabschieden musste, dass meine Zeit hier jetzt wirklich zu Ende ist. Vor 8 Monaten ging mein Zug nach Kopenhagen, vor 8 Monaten bin ich zum ersten Mal von zu Hause ausgezogen und 8 Monate lang habe ich nun in der dänischen Hauptstadt gelebt.

Wie schnell die Zeit hier in Kopenhagen vergeht, wird mir erst jetzt richtig bewusst, wo schon über die Hälfte vorbei ist. Plötzlich ist es nicht mehr "Wow, schon drei Monate hier, Wow jetzt sind es schon vier"- nein, jetzt heißt es am Monatsanfang viel eher: "Was, nur noch drei Monate?"
Dass ich jetzt schon seit fünf Monaten in Kopenhagen wohne und auch schon seit fünf Monaten in meiner Einsatzstelle arbeite und damit schon mehr als die Hälfte vorbei ist, kann ich immer noch nicht ganz begreifen. In dieser Zeit ist in meinem Privatleben als auch in meiner Schule viel passiert.

Für mich ging es am 1. September in Richtung Kopenhagen, um dort in mein "Praktikum im Norden" zu starten. Nach einer sehr holprigen Zugfahrt, einer Glanzleistung der deutschen Bahn, der Weiterfahrt mit einem Linienbus der "in Richtung Dänemark" gefahren ist, bin ich zwar vier Stunden verspätet, verschwitzt, todesmüde, aber sehr glücklich und zuversichtlich in der dänischen Hauptstadt angekommen. Bereits auf der Fahrt habe ich sehr nette Menschen kennengelernt, was vor allem daran lag, dass ich meinen riesigen Koffer weder alleine aus oder in den Zug tragen konnte und somit immer Leute um Hilfe fragen musste, und dass obwohl ich meine schwersten und wärmsten Winterschuhe als auch eine dicke Jacke extra angezogen hatte.