Johannas erste Wochen in Reykjavik

Blick auf Reykjavik von der Hallgrimskathedrale
Blick auf Reykjavik von der Hallgrimskathedrale

Als ich am 1. August in Keflavik aus dem Flugzeug stieg, war einer meiner ersten Gedanken: Es regnet ja gar nicht! 

Tatschächlich waren alle Isländer, die ich bisher getroffen habe, selbst überrascht von dem guten Wetter, dass sie in der letzten Zeit hatten. Doch: die Sonne in Reykjavík kommt in der Regel nicht gegen den oft relativ starken, kalten Wind an. Inzwischen scheint sich alles "normalisiert" zu haben: 12° C, Regen und kalte Windböen. (Zum Vergleich: in meiner Heimatstadt Paderborn ist es aktuell – laut Google – genau doppelt so warm.)

Das Gefühl gebraucht zu werden

Es gibt sie tatsächlich: Sonne in Reykjavik
Es gibt sie tatsächlich: Sonne in Reykjavik

Ich wurde sehr freundlich aufgenommen hier im hohen Norden und habe mich auch schon ein bisschen eingewöhnt. Mein typischer Tagesablauf sieht so aus: 

Morgens gehe ich zu den Mutter-Theresa-Schwestern, die fünf Mal in der Woche ein Frühstück für Bedürftige anbieten. Dort helfe ich bei allem, was anfällt: Tisch decken, Tomaten und Käse schneiden, aber der größte Teil der Arbeit ist Geschirr spülen, damit bin ich mindestens eineinhalb Stunden beschäftigt. Die Schwestern sind liebe herzliche Menschen, die hier wirklich Erstaunliches leisten. Sie sind für jede Hilfe dankbar und auch darauf angewiesen.

Wenn die Küche dann um kurz vor zwölf aufgeräumt ist, mache ich mich auf den Weg zum Bischofshaus zum Mittagessen. Die Priester essen hier jeden Mittag gemeinsam und oft sind auch (internationale) Gäste da. Neben einem ausgiebigen Mittagessen gibt es immer unterhaltsame Tischgespräche. So langsam gewöhne ich mich auch an den Sprachenmix im Bischofshaus: Englisch, Deutsch, Isländisch, Polnisch, Slowakisch, ... Oft werden beim Mittagessen zwei Sprachen gleichzeitig gesprochen. Die starke Internationalität der katholischen Kirche in Island ist sofort spürbar. Meine sorgfältig zurechtgelegten isländischen Sätze habe ich bisher kaum gebraucht.  Trotzdem hoffe ich, diese Sprache in den nächsten Monaten zu lernen.

Nach dem Essen helfe ich in der Regel im Büro, bei allem, was gemacht werden muss und wozu sonst niemand kommt. Zurzeit bin ich dabei, die Liste der Kirchenblatt-Empfänger mit der Liste der offiziell beim Staat registrierten Katholiken abzugleichen. Da beide Listen sehr lang sind, werde ich wahrscheinlich ein paar Wochen damit beschäftigt sein. Manchmal gibt es jedoch auch willkommene Abwechslungen, wie zum Beispiel archäologische Untersuchungen an einem Macintosh-Dinosaurier aus den 80er Jahren.

Bereits viel erlebt

Ein paar Einblicke in die beeindruckende Natur habe ich bereits auf Touren entlang des Golden Circle und zur Südküste gemacht, gemeinsam mit meinen Besuchern aus Deutschland. (Übrigens eine gute Gelegenheit, sich noch ein paar Dinge mitbringen zu lassen, die nicht in den eigenen Koffer gepasst haben.) Ein weiteres Highlight war für mich ein Konzert in der Harpa, dem Konzerthaus von Reykjavík, während der Culture Night. 

Nun bin ich gespannt, was die nächsten Monate bringen; ich hoffe auf viele nette Menschen, interessante Begegnungen und natürlich auf Nordlichter. :)

 

- Johanna Meyer

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