Und alles begann mit dem Polarlicht

Ein Wochenende in Marieudd: Klara, Johanna, Clarita, Sonja, Hannah (Foto: Philip Geister)
Ein Wochenende in Marieudd: Klara, Johanna, Clarita, Sonja, Hannah (Foto: Philip Geister)

Wisst ihr, was wir inzwischen schon alles erlebt haben? Wir haben Polarlichter gesehen. Klara ist zur Meerjungfrau geworden. Clarita war begeistert von dem rauschenden Wasser, den meterhohen Wellen und dem neongelb der Schwimmwesten, als wäre sie in Schweden. Von den Wassererlebnissen abgesehen, hat Sonja die luftigen Höhen erklommen und ist nun als "Sonja vom Dach" auf den Dächern Schwedens unterwegs. Hannahs geheime Familienrezepte sind inzwischen auch in Schweden bekannt und heiß begehrt. Aber fangen wir mal ganz vorne an…

In Badelatschen zu den Polarlichtern

Unser Wochenende in Marieudd begann mit einem gigantischen Naturphänomen. Clarita und Klara saßen gerade schon gemütlich auf dem Sofa im Wohnzimmer vor dem heimelig warmen Ofen, als der Volkswagen UWE vorfuhr und die Fahrer des Wagens überfallartig ins Wohnzimmer stürmten. Die Überfäller entpuppten sich als Sonja, Hannah und Johanna, die davon überzeugt waren, Polarlichter gesehen zu haben. Überstürzt griff Klara nichtmals nach einer Jacke – trotz unglaublicher Kälte. Und da Badelatschen schneller angezogen sind als Schuhe, mussten sie als geeignetes Schuhwerk für den Ausflug ausreichen. Während sich Hannah noch um die gerade gekauften Lebensmittel im Auto sorgte, fuhr das Auto auch schon los und nun waren wir fünf unterwegs zum nächsten Acker, wo man den roten Schein angeblich – laut den Aussagen Sonjas, Hannahs und Johannas – sehen konnte. Voller Begeisterung erblickten alle das helle Licht, um später ernüchtert feststellen zu müssen, dass es gar kein Polarlicht gewesen sein konnte.

Wunderschöne Natur, "wie in Schweden"

Am nächsten Tag sollte es auf die sanften Wellen des Mälaren gehen. Somit starteten Hannah und Clarita zusammen mit ihrem Anleiter Philip die Tour. Ausgestattet mit reichlich Kleidung, für den möglicherweise stattfindenden Reinfall, und wunderschön leuchtenden Schwimmwesten stiegen sie in die Kayaks und wurden von Philip ins Wasser gezogen. Wahrscheinlich wären die beiden nach den ersten Paddelschlägen bereits im Wasser gelandet – aufgrund bisher nicht vorhandener Paddelkenntnisse – aber schnell hatten sie den Dreh raus und wurden später auch vom Paddelexperten Philip dafür gelobt. Als Fotomodells durften sie natürlich auch wieder posieren und ihre beste Seite präsentieren. Oder war es mehr Schein als Sein? 😉 Umgeben von flüsterndem Schilfgras, riesigen Wäldern und wunderschönen Spiegelungen im See, stellte Clarita plötzlich fest: "Boah, das ist wie in Schweden." – Ach was…!

Weihnachtliche Stimmung mit Kylie Minogue

Da wir – wie bereits festgestellt wurde – in Schweden sind und der Zuckerschock hier nicht fehlen darf, hat Hannah ihr Lebkuchenrezept ausgepackt und die Herzen ihrer Umgebung erobert. Der Lebkuchen war bereits im Ofen, als Hannah entsetzt bemerkte, dass die Eier fehlten! Oh wEI! Tja, sollte wohl trotzdem funktionieren. Und scheinbar ist das Rezept auch darauf ausgelegt, dass man Eier auch mal vergessen kann. Denn die Lebkuchen waren unglaublich lecker und laut Philip: "Fantastisk, absolut!". Begleitet wurde das Ganze von den lieblichen Klängen Kylie Minogues mit ihrem wohlbekannten Weihnachtshit "Santa Baby" (absolute Liedempfehlung, nicht! Noch nie haben 3.22 min so lange gedauert!!). Danach konnte die Musik nur besser werden. Johanna kam mit ihrer Gitarre um die Ecke und spielte ein Hit nach dem anderen, nachdem sich auch der Hausmeister Dan herbeiholte und uns mit ebenfalls mit schönen Liedern unterhielt.

Häschen bauen fürs Brennholz

Eine gute Basis (Foto: Philip Geister)
Eine gute Basis (Foto: Philip Geister)

Aber warum war Sonja an dem Abend eigentlich so müde? Ach ja, sie fertigte über den Tag ein neues Haus an, damit es das Brennholz über den Winter auch warm und trocken hat. Während am Morgen noch alle fünf, samt Dan, am Fundament werkelten, waren Wände und Dachlatten dann doch eher Sonjas Terrain. Da konnten die anderen nicht mithalten. Somit reduzierte sich die arbeitende Bevölkerung auf Dan und Sonja. Und als Dan schließlich mit den Worten "I will seek some coffee." auf unbestimmte Zeit verschwand, stand Sonja nun allein mit dem vorher von Dan gekauften "Headlight" – es entpuppte sich dann doch als professioneller Baustrahler – in der schwedischen Dunkelheit. Nachdem die Wände zusammengepuzzelt waren, ging es dann ans Dach. Mithilfe des gigantischen "Headlights" fand jeder Nagel seinen Platz in der passenden Dachlatte. Dan lobte sie schließlich mit den Worten: "Du bist ein großartiger Schneider." Meinte er vielleicht Schreiner?

Das volle Programm an einem Wochenende

Um sich von den anstrengenden Arbeiten auf dem Dach zu erholen, trieb es Sonja und Klara am nächsten Morgen ins eiskalte Wasser. Während die anderen den Bade-"Spaß" immer schnell beendeten, erwachten in Klara die Meerjungfrauen-Gene. Anmutig und voller Gelassenheit schritt sie mutig und unerschrocken in die Tiefen des Mälaren. Sie blendete jegliche besorgten Rufe von Mama Clarita aus. Sie schwamm und tauchte unbekümmert weiter. Nach geraumer Zeit fand Klara schließlich den Weg zurück an Land, wo sie sich etwas unterkühlt vor dem Ofen in ihren gemütlichen Oxford-Pulli kuschelte.

Am Sonntagmorgen neigte sich auch dieses Marieudd-Wochenende wieder dem Ende und der Volkswagen UWE wurde wieder vollgepackt mit Rucksäcken. Allerdings blieben nach diesem ereignisreichen Wochenende noch einige Fragen ungeklärt: Wie heißt das Sprichwort, in dem Hemd & Hose vorkommen? (Clarita grübelt noch heute). Ähnelt Clarita tatsächlich einem Koffer? Darf man Dan in Bezug auf Snus vertrauen?

 Hannah, Klara, Sonja, Johanna und Clarita

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