Von loti labi bis slikti – eine Emotionsfahrt durchs kalte Riga

 Julia, Eva und Isabell vor der nationalen Oper (v.l.)
Julia, Eva und Isabell vor der nationalen Oper (v.l.)

Meinen letzten Blogeintrag habe ich über meine erste Begegnung in Riga in Selbstisolation geschrieben und genau 2 Monate später sitze ich wieder in Selbstisolation und berichte über meine vergangene Zeit und meine Eindrücke.

Wenn mich jemand fragt, was ich in den letzten Monaten erlebt habe, die ich bereits in Lettland bin, weiß ich nicht so recht wo ich anfangen soll. Vielleicht sollte ich erstmal mit den Arbeitsstellen anfangen, da diese meine Zeit am meisten geprägt haben und erwähnen, dass ich schon wusste, dass Riga vielfältig ist. Aber ich wusste nicht, dass Riga so vielfältig für mich sein kann.

Zwischen Kerzenwerkstatt und Unterricht

Sonnenaufgang auf dem Weg zur Arbeit
Sonnenaufgang auf dem Weg zur Arbeit

Neben der Arbeit in der Kerzenwerkstatt mit Menschen mit Behinderung, wobei wir durch den Verkauf der selbsthergestellten Kerzen ein bereits geplantes Wohnhaus gemeinsam für die Zukunft finanzieren wollen, welche durch den Verkauf von sehr vielen Kerzen möglich ist, arbeite ich in der deutschen Schule, in der ich Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren über den Tag neben dem Unterricht durch verschiedene Aufgaben betreue. Darüber hinaus helfe ich beim Aufpassen von den Kindern in dem Krisenzentrum für Familien des roten Kreuzes und im "ģimenes māja", in dem Eva und ich montags einen Sprachkurs in Englisch anbieten. Mittwochs helfe ich Ariana bei den Deutschstunden. Außerdem arbeite ich noch bei den Missionarinnen der Nächstenliebe und helfe dort einer Schwester beim verarzten von Obdachlosen und ärmeren Menschen.

Viel zu tun in der Kerzenwerkstatt

Durch den Lockdown, den es auch hier in Lettland gibt, hat sich mein Arbeitsalltag etwas geändert und wir, beziehungsweise ich, darf aufgrund der neuen Corona-Regeln nicht mehr im Familienzentrum sowie im "gimenes maja" arbeiten. Das ist aber nicht so schlimm, da besonders in der Weihnachtszeit und vor den nationalen Feiertagen, die am 11. und 18. November waren, die Nachfrage nach den Kerzen in der Kerzenwerkstatt gestiegen ist, weshalb dort immer viel zu tun ist.

Erste Erfolge in der lettischen Sprache

Außerdem hatten wir unsere ersten Annäherungsversuche mit der lettischen Sprache durch unseren Sprachkurs, die teilweise echt gescheitert sind. Jedoch können wir mit Stolz berichten, dass wir erfolgreich unseren ersten Sprachkurs abgeschlossen haben. Und dazu kann man auch sagen, dass wir jedes Mal etwas glücklich sind, wenn wir etwas verstehen sei es auf der Arbeit, im Alltag oder in der Freizeit.

Freizeit in Lettland

Neben der Arbeit, die überwiegend meinen Alltag in Riga ausmacht, gestalte ich meine Freizeit mit verschiedenen Tätigkeiten. Erwähnenswert sind an dieser Stelle vielleicht auch der Ausflug nach Liepaja, von dem Julia bereits in ihrem Blogeintag erzählt hat aber auch andere Ausflüge wie zum Beispiel nach Sigulda oder in etliche Museen, solange es Corona zulässt. Durch Corona sind auch die nationalen Feiertage, wie zum Beispiel der 11. und der 18. November ausgefallen, die sonst immer groß und gerne gefeiert werden. Leider fallen auch alle Weihnachtsmärkte hier aus, aber mal gucken, was die Weihnachtszeit noch so mit sich bringt.

Isabell

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Leiter Missionarische und diakonische Pastoral
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