Herre visa mig vägen - Zwei Monate Vadstena

Die Eingangstür zur Kirche mit dem Leitspruch des Klosters.
Die Eingangstür zur Kirche mit dem Leitspruch des Klosters.

Der Satz "Herre visa mig vägen och gör mig villig att vandra den" war einer der ersten schwedischen Sätze, den ich bei meiner Ankunft hier im Gästehaus des Birgittaklosters in Vadstena gehört habe. Ein Grund dafür war vor allem die Tatsache, dass dieser ein Teil des WLAN-Passworts hier im Gästehaus ist – aber PSSSSSST!

Kurz darauf habe ich zudem erfahren, dass er auch so etwas wie der Leitspruch des Klosters ist und auch über der Eingangstür der Kirche des Klosters steht. Auf Deutsch übersetzt bedeutet der Satz: "Herr, zeig mir den Weg und mach, dass ich diesen gehen will."

Es hat sich gezeigt, dass dieser Satz mich in den zwei Monaten, die ich jetzt schon hier in Vadstena verbringen durfte, nicht mehr losgelassen hat. Er ist immer wieder in meinen Gedanken aufgeploppt und ist dadurch wie ein tägliches Gebet für mich geworden. Aus diesem Grund wollte ich damit auch gerne meinen ersten Blogeintrag beginnen, bevor ich euch jetzt gleich mehr von meinen Aufgaben hier im Gästehaus berichten werde.

Ein Tagesablauf im Kloster

Das Gelände umfasst ein Gästehaus, eine Kirche und das Kloster.
Das Gelände umfasst ein Gästehaus, eine Kirche und das Kloster.

Ein typischer Tag hier im Gästehaus beginnt für mich meistens mit der Vorbereitung des Frühstücks für die Gäste. Danach wird gespült und anschließend geputzt. Falls gerade mal nichts geputzt werden muss, wird da mitgeholfen, wo eben noch zwei oder mehr Hände gebraucht werden, wie zum Beispiel im Garten beim Rasenmähen, Heckeschneiden und Weinstockstutzen, oder beispielsweise in der Küche beim Marmeladekochen, Brotbacken oder Kuchenbacken für den Kirchenkaffee.

 

Es wird hier also nie langweilig und es gibt immer etwas zu tun. Bei alledem darf aber auf keinen Fall die gemeinsame Fika um 10 Uhr vergessen werden! Dabei wird Kaffee getrunken, eventuell ein Stück Kuchen verputzt und meistens auch sehr viel gelacht! Die Arbeitsatmosphäre ist hier also sehr wertschätzend und ich hatte schnell das Gefühl, ein Teil dieser bunt zusammengewürfelten „Familie“ – bestehend aus den Schwestern, einem Franziskaner Pater, den Volontär*innen, den anderen ehrenamtlichen Helfer*innen und den vielen Freund*innen der Schwestern – zu sein.

Während der Freizeit

In meiner freien Zeit unternehme ich viel mit meinen Mitvolontärinnen. Bei ausgiebigen Fahrradtouren haben wir hier schon die wunderschöne Umgebung wie den Omberg (der für die Verhältnisse hier wirklich hoch ist und im Schwarzwald wohl eher nicht weiter auffallen würde) und die Klosterruine Alvastra erkundet. Ein Highlight unserer bisherigen Ausflüge war unter anderem der Ausflug mit Pater Peter zur Astrid-Lindgren-Welt, wo die Geschichten von Astrid Lindgren in beeindruckender Weise zum Leben erweckt werden. Außerdem haben wir es uns auch nicht nehmen lassen, hier im Vättern baden zu gehen. Dabei waren wir immer wieder davon überrascht, wie viele Menschen wirklich bei nicht gerade warmen Temperaturen, ohne mit der Wimper zu zucken, ins Wasser gehen. So kam es dann auch, dass meine Mitvolontärin Emily und ich es uns zum Vorsatz gemacht haben, bis zu meiner Abreise im Dezember mindestens einmal die Woche im See schwimmen zu gehen. Mal schauen, ob wir das auch wirklich durchhalten werden…

Luisa

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