Anna Schlichting


» Da in meinem Heimatdorf in Bayern die meisten Menschen katholisch sind, wird es eine völlig neue Erfahrung für mich sein, in einem Land mit so wenigen Katholiken zu leben. Das stelle ich mir sehr interessant vor. Außerdem sehe ich das Praktikum als Chance, nach dem Abitur eine Pause zu machen und praktische Erfahrungen zu sammeln, bevor es ins Berufsleben geht. «



Abiturientin aus Ungerhausen


Von September 2021 bis März 2022 bei den Dominikanerinnen von Bethanien in Riga, Lettland



Verliebt in Lettland

Spaziergang an der Daugava im Sonnenuntergang.
Spaziergang an der Daugava im Sonnenuntergang.

Mit dem Verlieben ist es so eine Sache: kann sehr schön sein, endet aber meistens tragisch. Und meistens hätte man es von Anfang an besser wissen können. Der französische Schriftsteller Honoré de Balzac sagte einmal: "Verliebtsein ist nur ein außerordentlicher Fall von freiwilliger Blindheit", und Nietzsche stimmt ihm zu: "Mitunter reicht schon eine stärkere Brille, um den Verliebten zu heilen."

Ich finde, sie haben recht. Und trotzdem gehöre ich zu den Menschen, die eine stärkere Brille brauchen – und das vollkommen freiwillig. Es gibt so Vieles, das ich an meinem Praktikumsland mag. Den Sonnenuntergang über Riga, Spaziergänge an der Daugava im Sonnenuntergang… aber eben auch bezahlbare Zugtickets, unglaublich viel Tee, und Kuchen! Nennt mir einen Praktikanten, der sich nicht direkt in Riga verliebt.

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Von einem, der auszog, um den Kulturschock kennenzulernen...

Der Blick aus dem neuen WG-Zimmer, das für Anna ein neues Zuhause geworden ist.
Der Blick aus dem neuen WG-Zimmer, das für Anna ein neues Zuhause geworden ist.

… und feststellen musste, dass es doch nicht ganz so einfach war. Aber der Reihe nach.

Wenn ich mich an unser Vorbereitungsseminar im letzten Sommer erinnere, fallen mir direkt zwei Dinge ein: Die Sache mit den Kreditkarten und die mit dem Kulturschock.

Versicherung, Einreisebestimmungen und was für Steckdosen es im Praktikumsland gibt – alles nicht so wichtig wie der Kreditkartenantrag zum einen und angemessener Respekt vor dem Kulturschock und seinem Bruder, dem "Reverse Culture Shock", zum anderen. Diese letzteren beiden würden uns das Ankommen im Ausland schwer machen, unsere Rückkehr nach Deutschland auch. Außerdem waren sie schuld daran, dass man lieber nicht über Weihnachten die Familie besuchen sollte.

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Ziegen, überall Ziegen

Riga bei Nacht.
Riga bei Nacht.

Das Erste, was mir an Lettland aufgefallen ist, waren die Straßen. Hier, wo Riga an Mārupe grenzt, schießt alle paar Meter ein Baum oder ein Verkehrsschild aus dem Boden - mitten auf dem Gehweg. Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie ich irgendwann mit dem Handy in der Hand dagegen laufen werde. Alles in allem kommen mir die Straßen in Riga anfangs alles andere als sicher vor – und dann muss ich die zwanzig Minuten zum Einkaufszentrum auch noch zu Fuß gehen. Aber andererseits bremst auch jeder, wenn wieder mal ein Zebrastreifen quer über die Autobahn führt. Dafür, dass ich trotzdem auf die andere Straßenseite sprinte wie Usain Bolt, können die Autofahrer ja nichts.

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Die Träger des Projekts                             Kontakt

 

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Tel.: 05251 29 96 - 0

Fax: 05251 29 96 - 88

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Web: www.bonifatiuswerk.de

 

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Projektkoordinatorin

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Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, wenden Sie sich gerne direkt an:

 

Daniel Born

Referent "Missionarische und diakonische Pastoral"
Tel.: 05251 29 96 - 26
E-Mail: daniel.born@bonifatiuswerk.de



Finanziell unterstützt wird das Bonifatius Praktikanten Programm durch das Erzbistum Paderborn.