» Nach dem Abitur habe ich den Wunsch, etwas Sinnvolles zu tun und Lebenserfahrung zu sammeln. Mein Ziel ist es, an Herausforderungen und Erfahrungen zu wachsen. Auch möchte ich einen tieferen Einblick in das gesellschaftliche Leben eines anderen Landes gewinnen und dabei gleichzeitig die Sprache lernen. «
Abiturient aus Altenrüthen
Von August 2024 bis Juni 2025 in der Pfarrei St. Paul in Bergen, Norwegen

Noch vor genau einem Jahr saß ich zu Hause und fragte mich, was wohl auf mich zukommt: Elf Monate in Bergen - in einem anderen Land, einer neuen Kultur, mit fremden Menschen. Wird es spaßig, frustrierend - oder vielleicht auch traurig? Jetzt blicke ich zurück und denke: Von allem ein bisschen. Da war die Freude, Norwegens atemberaubende Natur zu entdecken - die Erkundung der Hausberge in Bergen, das Eisbaden in den Fjorden. Der Stolz, mein neues Hobby - das Turmspringen - für mich zu entdecken und dabei über mich hinauszuwachsen. Da war die Frustration, wenn das Norwegisch doch wieder nicht ausreichte und ich auf Englisch zurückgreifen musste. Oder wenn meine Einsatzstelle, das oft hochgelobte norwegische Schulsystem, seine Schattenseiten offenbarte.
Und ja, da war auch Traurigkeit - in jenen Momenten, in denen ich mir wünschte, einfach zu Hause zu sein.

Für gewöhnlich würde ich meinen Blogeintrag mit Erzählungen aus den ersten Wochen in Bergen, dem Kennenlernen der Stadt und Einarbeiten durch die Ehemaligen beginnen. Doch für mich war etwas anderes vorgesehen.