Mer losse d'r Dom in Kölle

Sarah Didden und Carolin Gaida sind seit einem Monat am Newman-Institut in Uppsala und stellen sich vor:

Carolin Gaida (links) und Sarah Didden.
Carolin Gaida (links) und Sarah Didden.

Direkt vorneweg: Einen Dom – sogar einen sehr schönen – gibt es in Uppsala zum Glück auch! Vielleicht fühlen wir uns deshalb auch schon nach einem Monat in Uppsala so heimisch. Denn am 16. April, ging das Abenteuer 'Uppsala' für Carolin und mich los. Nun können wir beide schon auf unseren ersten von insgesamt drei Monaten in Uppsala zurückblicken:

Mein Name ist Sarah Didden und ich bin vor einem Monat aus Köln nach Uppsala gekommen. Derzeit studiere ich an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn und stehe kurz vor meiner Bachelorarbeit und damit dem Ende meines Studiums. Im Herbst diesen Jahres möchte ich anfangen in Paderborn Religionspädagogik zu studieren, um Gemeindereferentin zu werden. Aus diesem Grund bin ich auch auf das Bonifatiuswerk gekommen. Für mein Studium in Paderborn ist es erforderlich ein soziales und ein pastorales Praktikum zu absolvieren. Da ich bisher noch nicht für längere Zeit im Ausland war und eine kleine Auszeit vor der Bachelorarbeit auch gut tut, bin ich nach kurzer Suche auf das Bonifatiuswerk gestoßen. Nun bin ich hier in Uppsala am Newman-Institut gelandet und mehr als zufrieden damit. Ich arbeite drei Mal die Woche im Secondhandladen Erikshjälpen und bin zwei Mal im Pastoralzentrum in Stockholm. Bei Erikshjälpen arbeiten wir sowohl an den Öffnungstagen, als auch an den Tagen, an denen im Lager gearbeitet werden muss, da alle Spenden, die Erikshjälpen annimmt, sortiert, der Laden aufgefüllt und auch der Putzlappen ab und zu geschwungen werden muss. An den Öffnungstagen helfe ich auch im Café des Secondhandladens aus oder arbeite an der Kasse.

Das Klima bei Erikshjälpen ist total angenehm, freundschaftlich und locker. Nach einem Monat kann ich festhalten, dass die Schweden ein sehr freundliches und aufgeschlossenes Völkchen sind, die sehr bemüht sind, alle mit einzuschließen und aufzunehmen.

Das habe ich auch im Pastoralzentrum Johannes Paulus II in Stockholm erfahren. Dort darf ich mich nicht nur immer wieder an dieser wunderschönen Stadt erfreuen, sondern mitten in Stockholm – in Gamla Stan – im Pastoralzentrum mithelfen. Dort sind verschiedene Arbeitsgruppen und Ausschüsse wie die Caritas, der katholische Schulrat, die katholische Zeitschrift, Missio, und so weiter vertreten. Hört sich jetzt nach vielen Leuten an, trotzdem geht es dort sehr familiär zu. Meine Hauptaufgabe ist derzeit ein älteres Katechetenheft neu zu gestalten, indem ich ein neues Layout setze und bunte, modernere Bilder finde.

Ich muss zugeben, dass ich mit wenigen Erwartungen nach Uppsala gekommen bin, da dieses Praktikum, obwohl lange im vorraus geplant, irgendwie überraschend, aber auch genau zum richtigen Zeitpunkt kam, da ich bis zum Schluss in einem Berg von Arbeit gesteckt habe. So hatte ich kaum Zeit mir Gedanken über das zu machen, was mich hier erwarten wird. Ich bin aber nach wie vor begeistert und auch erstaunt, wie schnell man sich in das Leben hier in Schweden einfindet und wie selbstverständlich man schon zur Arbeit geht und auch dort begrüßt wird als hätte man seit Jahren nichts anderes getan. Ich bin gespannt auf die nächsten Wochen und Monate hier in Uppsala und werde fleißig berichten!

Wie Sarah bereits berichtet hat, bin ich mit ihr zusammen vor genau vier Wochen nach Uppsala gekommen.
Ich studiere Mathematik und katholische Religionslehre auf Lehramt in Bonn. Derzeit schließe ich meinen Bachelor ab und werde ab Oktober meinen Master beginnen, sodass das Praktikum mir die Chance einer Pause während meines Studiums ermöglicht.
Wie meine Mitpraktikanten am Newmaninstitut helfe auch ich an drei Tage in der Woche im Secondhandladen Erikshjälpen mit.

Darüber hinaus habe ich die Möglichkeit den Schulalltag in der Mittelschule Katarinaskola kennenzulernen. Das Kollegium hat mich sehr herzlich aufgenommen und ist sehr bemüht, mir einen Einblick in das Leben und Lernen an der Schule zu ermöglichen. Hauptsächlich hospitiere ich im Deutschunterricht von Maria Frisch. Zudem habe ich bei einigen Mathematik-Stunden zugeschaut und durfte die Fächer Haushaltsunterricht und Holzwerken kennenlernen.

In der gesamten Schule herrscht eine auffallend freundliche und achtsame Atmosphäre. Das Verhältnis zwischen den Schülern und den Lehrern ist weniger von Autorität geprägt, sondern vielmehr freundschaftlich und vertrauensvoll. Direkte negative Kritik erhalten die Lernenden nur sehr selten, der Fokus liegt vornehmlich auf dem Lob und der Hervorhebung der Stärken.
In Schweden ist das Konzept der Nachhilfe nicht üblich. Wöchentlich haben die Schüler in insgesamt drei sogenannten Varia-Stunden die Möglichkeit in den Fächern ihrer Wahl gemeinsam mit dem jeweiligen Lehrer fehlende Inhalte nachzuarbeiten oder über den eigentlichen Unterricht hinaus gefördert zu werden. Das sind meine ersten Eindrücke nach einem Monat Praktikum in der Katarinaskola.

Letztes Wochenende habe ich gemeinsam mit meinen Mitpraktikanten, Anna, Ruth und Pater Philip eine dreitägige Radtour um den See Ekoln gemacht. Das Ziel war für unsere Fahrrad-Wallfahrt auf den Spuren des Heiligen Ansgars nach Kopenhagen zu proben. Auch, wenn es kleinere und größere Panne gab, war es fantastisch! Ich freue mich schon sehr auf die Fahrt nach Dänemark im Juni.

 

- Carolin Gaida und Sarah Didden

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