
Die neuen Praktikanten am St. Paul Gymnasium in Bergen sind vor ein paar Wochen in ihr "Praktikum im Norden" gestartet. Vor ihnen liegt ein aufregendes Jahr voller neuer Eindrücke und Highlights.
Eines dieser Highlights fand nun schon am letzten Wochenende statt, als sie zusammen mit ihrem Mentor Dom Lukas und ihren Vorgängern nach Trondheim flogen, um sich alle etwas besser kennenzulernen. Dabei stand am Samstagabend auch ein Konzert von Robbie Williams auf dem Programm.

Gibt es etwas Schöneres, als morgens um 9 Uhr die warme und zugleich geruchsintensive Luft des Staubsaugers ins Gesicht geblasen zu bekommen - ich denke nicht. Wenn ihr auch so eine tolle Morgenbegrüßung erleben wollt, dann auf nach Turku ins Gästehaus der Birgittenschwestern.
Zusammen mit meiner Mitpraktikantin Siri habe ich dort meine 10 Monate in Finnland verbracht; in einem Land, welches dir wunderschöne Natur, Landschaften und sehr gelassene Menschen bietet.

Noch vor genau einem Jahr saß ich zu Hause und fragte mich, was wohl auf mich zukommt: Elf Monate in Bergen - in einem anderen Land, einer neuen Kultur, mit fremden Menschen. Wird es spaßig, frustrierend - oder vielleicht auch traurig? Jetzt blicke ich zurück und denke: Von allem ein bisschen. Da war die Freude, Norwegens atemberaubende Natur zu entdecken - die Erkundung der Hausberge in Bergen, das Eisbaden in den Fjorden. Der Stolz, mein neues Hobby - das Turmspringen - für mich zu entdecken und dabei über mich hinauszuwachsen. Da war die Frustration, wenn das Norwegisch doch wieder nicht ausreichte und ich auf Englisch zurückgreifen musste. Oder wenn meine Einsatzstelle, das oft hochgelobte norwegische Schulsystem, seine Schattenseiten offenbarte.
Und ja, da war auch Traurigkeit - in jenen Momenten, in denen ich mir wünschte, einfach zu Hause zu sein.