Eine Herausforderung, die sich lohnt - Gretas Praktikum in Lettland

Greta Hartmann vor der Stadtkulisse von Riga
Greta Hartmann vor der Stadtkulisse von Riga

Eigentlich wollte ich ja nach Norwegen und nicht nach Lettland, das war mein Plan.

Jetzt, nach sechs Monaten im Baltikum, bin ich froh meine Zeit in Lettland verbracht zu haben. Kein anderes Land hätte besser zu mir gepasst, da bin ich mir sicher!

Ende August 2017 kam ich in Riga an, doch schon nach einigen Tagen fuhren Josephine (meine Mit-Praktikantin) und ich weiter nach Liepaja. Dies ist die drittgrößte Stadt in Lettland, sie liegt wunderschön an der Baltischen See. Vor Ort haben wir gemeinsam in der katholischen Grundschule gearbeitet. Wir haben eine kleine Kapelle gestrichen und halfen in der Schulbücherei. Mir hat besonders gut der Strand gefallen, denn dort konnte ich immer entspannen.

Ein Highlight war unsere Reise mit dem Boni-Bus von Liepaja nach Vilnius.  

Ende September ging es dann endlich nach Riga. Hier konnte ich aus einer Vielzahl von Projekten meine Betätigungen auswählen. Daher habe ich einmal wöchenlich einen Deutschkurs für Senioren gegeben und war in der Suppenküche bei den Missionarinnen der Nächstenliebe. Beide Einsatzstellen haben mir sehr gefallen, weil ich sehr herzliche Menschen getroffen habe.

Ansonsten habe ich im vergangenen Jahr im „drosa maja“ gearbeitet. Diese NGO (Nicht-Regierungs-Organisation) kümmert sich um Flüchtlinge und Emigranten in Lettland. Die Erwachsenen können in diesem Zentrum an regelmäßigen Unterrichtseinheiten teilnehmen, um Kenntnisse über die Kultur und die Sprache Lettlands zu bekommen. Währenddessen habe ich mich um die Kinder gekümmert. Diese Aufgabe war oft sehr anstrengend und war stets durch Kommunikationsschwierigkeiten begleitet.

2018 habe ich in einem Tageszentrum für Erwachsene mit Schwerbehinderungen gearbeitet. Da ich bis zu diesem Zeitpunkt keine Erfahrungen mit Behinderten hatte, war es zu Beginn manchmal eine richtige Herausforderung auf die Menschen zuzugehen und mit ihnen zu kommunizieren. Dadurch haben mich auch kleine Fortschritte besonders gefreut. So habe ich jeden Tag ein bisschen mehr über die non-verbale Kommunikation gelernt und konnte die Reaktionen besser verstehen und einschätzen. Besonders stolz und glücklich hat es mich gemacht, wenn viele der Klienten auf mich zugekommen sind, um gemeinsame Spiele zu spielen oder mir etwas zu erzählen. Diese Wärme, die mir hier entgegengebracht wurde, hat mich motiviert und begeistert.

Josephine Metasch und Greta Hartmann bei einem ihrer Ausflüge in Vilnius
Josephine Metasch und Greta Hartmann bei einem ihrer Ausflüge in Vilnius

Ansonsten haben Josephine und ich in unserer Freizeit immer viel unternommen. Manchmal ging es mit dem Zug in andere lettische Städte oder wir haben Riga besser kennengelernt. Doch meistens sind wir einfach in einem der unzähligen Cafés in Riga gelandet, um einfach zu quatschen.

Dadurch, dass ich im Kloster der Dominikanerinnen von Bethanien gelebt habe, konnte ich regelmäßig in der dortigen Samstagsschule die Kinder betreuen.

Ein besonderes Erlebnis war es für mich, Weihnachten in der Gemeinschaft der Schwestern zu feiern. Schon die Tage zuvor half ich beim Dekorieren und Schmücken und ich habe dort ein sehr besinnliches Weihnachtsfest gefeiert.

Insgesamt stand ich in Lettland vor vielen neuen Herausforderungen. Durch diese bin ich gewachsen und habe Vieles über mich und meine Mitmenschen gelernt und bin selbstbewusster geworden. Lettland ist ein Land voller Möglichkeiten, es leben tolle Menschen dort. Leider kennen viele dieses Land nicht, das ist ein riesengroßer Fehler. Daher kann ich nur jedem empfehlen, dieses tolle Land kennenzulernen.

 

Natürlich wäre meine Zeit nicht so beeindruckend gewesen ohne die Unterstützung des Bonifatiuswerkes und der Schwestern, die immer ein offenes Ohr hatte. Meine Betreuer Sr. Hannah und Matthias Hein haben mich immer begleitet und mir viel geholfen. Doch am meisten will ich mich bei Josi bedanken, weil sie mich sooft aufgeheitert hat und immer für mich da war!

 

- Greta Hartmann

Die Träger des Projekts                               Kontakt

Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken e.V. 

Kamp 22 | 33098 Paderborn

Tel.: 05251 29 96 - 0

Fax: 05251 29 96 - 88

E-Mail: info@bonifatiuswerk.de

Web: www.bonifatiuswerk.de

 

Weitere Infos zum Bonifatiuswerk

 

Anna Nick

Projektstelle des Bonifatiuswerkes am Newman-Institut 

Slottsgränd 6 | 75309 Uppsala 

Telefon: +46 70 312 62 50

E-Mail: anna.nick@newman.se

Web: www.newman.se

 

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Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, wenden Sie sich gerne direkt an:

 

Julia Jesse

Referentin Missionarische und diakonische Pastoral
Tel.: 05251 29 96 - 44
E-Mail: julia.jesse@bonifatiuswerk.de



Finanziell unterstützt wird das Bonifatius Praktikanten Programm durch das Erzbistum Paderborn.