
Wenn mich jemand fragt, wie ich mein Praktikum in Riga beschreiben würde, dann wahrscheinlich so: chaotisch, wunderschön, manchmal anstrengend, oft lustig - und definitiv eine der besten Entscheidungen meines Lebens.
Eigentlich dachte ich vor dem PIN, dass ich "einfach nur" ein soziales Praktikum im Ausland machen würde. Am Ende war es aber viel mehr als das. Ich habe nicht nur in verschiedenen sozialen Einrichtungen gearbeitet, sondern auch unglaublich viele Menschen kennengelernt, neue Kulturen erlebt, Freundschaften geschlossen und ziemlich viel über mich selbst gelernt.

Mein Jahr mit dem Praktikum im Norden (PiN) neigt sich dem Ende zu. Zehn wunderschöne Monate in Uppsala, der besten Stadt Schwedens. Ich kann es kaum glauben, dass es so schnell vorüberging.
Meine Einsatzstellen waren das Newman-Institut, Skandinaviens einzige katholische Hochschule und Caritas Sverige in Stockholm. Gerade das Newman-Institut mit seiner etwas verträumten Stimmung und den oft unorganisierten, aber super freundlichen Kollegen, mochte ich sehr gerne. Es gibt nichts Besseres, als die Woche montags mit einer Geburtstagsfika im hauseigenen Café zu beginnen.

Ich war von September 2025 bis Mai 2026 in Riga in der Kerzenwerkstatt tätig. Außerdem habe ich im Autismus-Zentrum und in der Suppenküche meinen Freiwilligendienst absolviert. In der Kerzenwerkstatt habe ich all die handwerklichen Tätigkeiten übernommen, die die Klienten nicht leisten konnten, dabei konnte ich meine Motorik und meine handwerklichen Kenntnisse erweitern.

Als ich im Spätsommer in Stockholm ankam, war ich vor allem eins: neugierig. Rund acht Monate in einer neuen Stadt, in einer internationalen Kirchgemeinde, in einem Land, dessen Sprache ich nicht sprach - das klang nach Abenteuer und Herausforderung zugleich.