Newman-Institut in Uppsala, Schweden

"Die Praktikanten am Newmaninstitut spielen eine wichtige Rolle in der täglichen Arbeit am Institut. Dadurch dass sie an der einzigen katholischen Hochschule Skandinaviens und in der Gemeinde St. Lars arbeiten, haben sie die Möglichkeit die kleine katholische Welt in Schweden zu entdecken. Und die Erfahrungen, die die Praktikanten hier machen, werden sie für ihr gesamtes Leben bereichern.

Durch ihre Arbeit in Kooperation mit dem Erikshjälpen-Second-Hand-Shop sind die Praktikanten eine grosse Unterstüzung für Menschen in schlechten Lebensbedingungen. Sie sind eine grossartige Hilfe und werden hoffentlich immer wieder erfahren können, was die christliche Nächstenliebe wirklich bedeutet."

- Anna Nick -

Praktikumskoordinatorin für Skandinavien

Das Newman-Institut - die einzige katholische Hochschule Skandinaviens.
Das Newman-Institut - die einzige katholische Hochschule Skandinaviens.

Das Newman-Institut in Uppsala ist die einzige katholische Hochschule in Skandinavien. Als Praktikant könnt ihr in einem Zimmer auf dem Studentenkorridor zusammen mit weiteren Praktikanten und internationalen Studenten wohnen.

 

Am Newman-Institut übernehmt ihr unterschiedliche Aufgaben, die je nach Interesse und Bedarf gestaltet werden. Neben unterschiedlichen praktischen und administrativen Tätigkeiten im Arbeitsalltag des Newman-Institutes kannst du in verschiedenen weiteren Einrichtungen eingesetzt werden.

Das Newman-Institut ist Kooperationspartner des Erikshjälpen-Second-Hand-Ladens in Uppsala. Hier kannst du zahlreiche deiner Fähigkeiten einsetzen oder neue Talente an dir entdecken. Ob als Verkäufer, Café-Bedienung, Möbelpacker, Dekorateur oder Modekenner – jeder Kopf und jede Hand wird benötigt. Mehr Informationen zu Erikshjälpen findest du hier: http://erikshjalpen.se

 

Je nach Interesse und persönlicher Voraussetzung können zudem Einsätze in verschiedenen anderen Einrichtungen in Uppsala und Stockholm kombiniert und organisiert werden. Praktikumsmöglichkeiten gibt es hier:

Katholische Gemeinde St. Lars, Uppsala:

St. Lars ist die einzige katholische Gemeinde in Uppsala und besteht aus etwa 3.000 Mitgliedern. Das Gemeindeleben ist international und lebendig. Die Kirche mit Gemeindehaus und dem angrenzenden Kloster der Mariaschwestern liegt zentral in Uppsala, gegenüber dem Newman-Institut.
Das Praktikum in St.Lars bietet einen guten Einblick in das Gemeindeleben und es wird Eigeninitiative durch den Praktikanten erwartet. Neben der Hilfe beim Katechetenunterricht und verschiedenen praktischen Tätigkeiten, sind die Praktikanten vor allem eine große Hilfe in der offenen Vorschule, die einmal wöchentlich stattfindet.
Weitere Informationen zu St. Lars gibt es hier: http://stlars.org

Katarinaschule, Uppsala:
Du bist bereits LehramtsstudentIn und möchtest einen Einblick in das schwedische Schulsystem erlangen?
Als LehramtsstudentIn hast du die Möglichkeit in der Katarinaschule zu hospitieren. Die Katarinaschule ist eine humanistische-christliche Schule für die Klassen 6 – 9 und ist teilweise im Gebäude des Newman-Institutes beherbergt. Du darfst in Unterrichtsstunden hospitieren und vielleicht auch die eine oder andere eigene Aufgabe übernehmen und dabei Vergleiche zwischen dem schwedischen und deutschen Schulsystem ziehen.
Weitere Informationen zur Katarinaschule gibt es hier: http://www.katarinaskolan.se

Pastoralcentrum Johannes Paulus II, Stockholm mit Katolska Pedagogiska Nämnden und Caritas:
Das Pastoralcentrum ist eine Einrichtung des Bistums Stockholm und man könnte es als das „kreative Zentrum“ des Bistums bezeichnen. Hier arbeiten verschiedene Institutionen des Bistums unter einem Dach, mitten im historischen Stadtteil Gamla Stan. Darunter der Jugendverband ‚Sveriges Unga Katoliker’, Missio, ‚Katolsk Magasin’, Caritas und die pädagogische Abteilung KPN (Katolska Pedagogiska Nämnden).

KPN entwirft Lehrmaterialien für den Katechetenunterricht und bietet Schulungen für Katecheten an. Hier werden mit viel Liebe und Kreativität Materialien entwickelt, die Gläubigen ihren Glauben noch näher bringen sollen. Dabei wird immer wieder die Hilfe durch einen Praktikanten/eine Praktikantin gebraucht.
Weitere Infos: http://www.kpn.se
Die Caritas in Stockholm betreibt den sogenannten „Mötesplats“. Hier finden Flüchtlinge, Migranten und  Asylsuchende Unterstützung und Hilfe bei alltäglichen Fragen, aber auch bei Behördengängen. Zudem haben sie die Möglichkeit, an einem Schwedisch-Sprachkurs teilzunehmen. Die Caritas sucht dringend Hilfe für den „Mötesplats“ und bietet dir als PraktikantIn neben der Hilfe auch die Teilnahme am Schwedisch-Kurs an.
Weitere Infos: http://www.caritas.se/sa-arbetar-vi/migrations-och-flyktingarbetet/motesplats-caritas-i-stockholm
Weitere Informationen zum Pastoralcentrum gibt es hier: http://www.katolskakyrkan.se/kontakt/johannes-paulus-ii-s-pastoralcentrum

St. Erik-Schule, Stockholm:
Die St. Erik-Schule ist eine der wenigen katholischen Schulen in Schweden. Ab dem Vorschulalter bis zum Ende der Grundschule können Kinder hier in Stockholm eine katholische Schule besuchen. Die Schule spiegelt auch das Bild der katholischen Kirche Schwedens wider: bunt und lebendig.
Du kannst als PraktikantIn die Schule im Alltag unterstützen, wenn du gerne mit Kindern zusammenarbeitest. Zum einen ist die Betreuung der Vorschulkinder eine Aufgabe und zum anderen hilfst du in der Nachmittagsbetreuung der älteren Schüler mit.
Weitere Informationen zur St. Erik-Schule gibt es unter: http://www.sterikskatolskaskola.se

Katholisches Altenheim Josephinahemmet, Stockholm:
Das Josephinahemmet wurde bereits 1873 von der schwedischen (und katholischen) Königin Josephina gegründet und liegt heute am Stadtrand von Stockholm.
Wenn du Interesse an der Altenpflege hast und du die praktische Arbeit mit älteren Menschen kennenlernen und daraus etwas lernen möchtest, kannst du als PraktikantIn die tägliche Arbeit im Josephinahemmet im Schichtdienst unterstützen. Eine verantwortungsvolle und schöne Aufgabe!
Weitere Informationen zum Josephinahemmet gibt es hier: http://josephinahemmet.se


Ostern und das Ende der Zeit

Marcel Fischer holt Gäste am Flughafen ab
Marcel Fischer holt Gäste am Flughafen ab

Immer mehr realisiere ich die Tatsache, dass sich mein Praktikum hier in Schweden dem Ende neigt. Ende...aber es hat doch gerade erst begonnen, oder nicht?

 

 

Ich weiß noch, als wäre es gestern gewesen, da ich hier am örtlichen Bahnhof ankam und es direkt anfing zu regnen. Gott sei es gedankt bin ich nicht abergläubisch, sonst hätte man es fast schon als Omen deuten können.

 

Die Erinnerung an die Tatsache, dass es enden wird und es nicht von Dauer sein wird, führt dazu, dass ich beginne meine Zeit bewusster zu reflektieren. Was habe ich gelernt, mitgenommen oder abgelegt in Schweden? Wo bin ich gewachsen, wo muss ich noch weiterhin an mir arbeiten?

 

 

Es kommen mehr und mehr Erinnerungen hoch, die anfangs noch sehr verschwommen waren, als wäre es Jahrzehnte her. Doch nun scheint es mir, diese „Flashbacks“ werden immer klarer und klarer und rufen mir all die kleinen großartigen Momente wieder in die Erinnerung, die ich erlebt habe.

 

Exerzitien vor Ostern

 

Diese Erinnerung des Endes habe ich auch in die Exerzitien (eine Art zeitlich begrenzter Rückzug in die Stille, um seine Beziehung zu Gott und zu sich selbst zu reflektieren und zu vertiefen) mitgenommen, die ich in der Woche vor Ostern in Stockholm absolvieren durfte.

Christus war tot. Er war gestorben für uns. Es endete scheinbar. Doch Gottes Verheißungen sind größer, ja großartiger als all unsere Ängste, Erwartungen und Befürchtungen. Es war Gottes Verheißung, die Ihn dazu brachte seinen geliebten Sohn vom Tode zu erwecken und die Macht des Todes für immer zu brechen.

 

Also steht am Ende nicht wirklich das Ende und die Angst. Am Ende siegt das Vertrauen und die Treue. Die Treue, dass Gottes Handeln in dieser Welt alle Erwartungen sprengt, wenn wir ihm unsere Ketten hinhalten. Dabei kommt mir ein bekanntes Kirchenlied in den Sinn, dass auch hier in Schweden gesungen wird, in dem es heißt: Der Tod ist tot, das Leben lebt!

 

Aber was hat das alles bitte mit meinem Praktikum zu tun? Abgehen von der Tatsache, dass ich, dass wir hier als Christen im Norden leben und die Auferstehung der absolute Kern unserer Botschaft ist, ist es auch eine Botschaft der Hoffnung im Kleinen. Nicht nur Tod und Sünde sind vernichtet für alle Zeit. Nicht nur, dass die „Pforten des Himmels“ geöffnet wurden. Nein, die Auferstehung hat auch im Kleinen seine Bedeutung. Denn meine anfängliche Traurigkeit ist vergangen. Natürlich war ich traurig, dass ich diesen Ort wieder verlassen muss. Doch Ostern ruft in mir wieder wach, dass am Ende immer Hoffnung steht. Alles endet irgendwann in dieser Welt, ja wir leben eigentlich schon in der angebrochenen Ewigkeit, also im Ende. So auch mein Praktikum.

 

Trauer oder Freude?

 

Also habe ich jetzt die Wahl: traurig zu sein über das Vergehende oder sich zu freuen über das, was mir hier geschenkt wurde. Denn dieses „Gegebene“ werde ich mitnehmen auf meinem Weg zum Priesteramt. Denn am Ende ist das Sehnen meines Herzens Christus als Priester zu folgen, ihm zu dienen und sein Evangelium vor den Menschen zu bezeugen. Es ist nicht mein Ziel gewesen Schwede zu werden, so erstrebenswert das auch sein mag.

Und es hat mich viel gelehrt, hier gewesen zu sein. Ich habe viel gesehen und erlebt, und viele neue Menschen getroffen.  Ich habe sehr gute, aber auch weniger gute Erfahrungen gemacht. Doch ist das nicht das Leben? Ist es nicht naiv zu meinen, dass sich das Leben in ein Paradies verwandelt, nur weil man in einem anderen Land lebt? Ganz im Gegenteil. Die fremde Sprache, die fremde Kultur (sie ist weit fremder als es erst mal den Anschein hat!), ja die Ferne an sich, sind für jeden jungen Menschen große und wahrscheinlich neue Herausforderungen, die nicht immer im Applaus enden. Manchmal enden diese Herausforderungen auch im zu Boden fallen. Doch Christus lehrt uns, dass es nicht darauf ankommt, dass wir fallen, sondern vertrauend auf Gottes Führung und Erbarmen aufstehen und daraus lernen. In der biblischen Sprache nennt man das Umkehr. Umkehr zu Gott. Jetzt und Hier. Das Heute ist auch der Moment, in dem wir uns entscheiden wieder aufzustehen.

So wachse ich mit dem Leben hier, dass auch schwierig ist, wie es das Leben überall ist. Es gibt Hoch- und Tiefpunkte. Hat man diesen Fakt einfach mal akzeptiert, kann man, kann ich dieses Jahr in Frieden ausklingen lassen: freudig zurückblickend und voll Freude auf das Kommende.

 

 

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Stockholms neue Gesichter

Blumen vor Åhléns City
Blumen vor Åhléns City

Fünf Tage sind nun seit dem Terroranschlag in Stockholm vergangen. Als uns in Uppsala am Freitagnachmittag die Nachricht ereilte, waren wir natürlich alle geschockt und wir hatten ein ganz mulmiges Gefühl. Irgendwie hatten wir alle immer gedacht „So etwas passiert doch nicht in Schweden!“ und nun geschieht es nur 70 km von uns entfernt.

Mit viel Glück war niemand von uns oder unserer Bekannten zur Tatzeit in der Stockholmer Innenstadt und dafür sind wir mehr als dankbar!


Heute war ich zum ersten Mal nach dem Anschlag in Stockholm und war sehr gespannt, wie und ob sich die Stadt durch die Geschehnisse verändert hat. Man hat hier das Gefühl, dass die Schweden ziemlich gelassen damit umgehen und von Panik ist hier nichts zu spüren.

 

Vielleicht liegt das auch an den Polizisten, die nun überall zu sehen sind. Selbst in Uppsala wird man in der ganzen Stadt von freundlichen Polizisten gegrüßt und man hat das Gefühl in der ganzen Stadt gut bewacht zu sein. Ein ähnliches, aber noch viel stärkeres Bild zeigt sich in Stockholm. Kaum steigt man aus dem Zug aus trifft man auf den ersten Polizisten und gefühlt alle fünf Meter ist ein Polizist oder Sicherheitsmann stationiert. Sie wollen den Schweden ein Gefühl von Sicherheit geben und dafür wird ihnen von den Schweden sehr viel Dank entgegen gebracht. Ich konnte heute beobachten, wie Leute Blumen an Polizisten am Warenhaus Åhléns City überreichten oder auf den zahlreichen Polizeiautos ablegten. Das war sehr interessant zu sehen, denn das habe ich in Deutschland noch nie erlebt.

 

Auf meinem Weg nach S:ta Eugenia kam ich heute natürlich auch am Tatort, der Drottninggatan, Åhléns City und dem Sergels Torg vorbei. Das Blumenmeer dort überwältigte mich dort genauso, wie das veränderte Bild an diesen sonst so belebten Orten. Normalerweise blickt man auf der Shoppingstrasse Drottninggatan in viele fröhliche oder gestresste Gesichter und es ist immer trubelig. Nun ist dieser Ort wie ausgewechselt: die Leute hetzen nicht mehr die Straße entlang, sondern schlendern sie nachdenklich und traurig entlang und bleiben immer wieder stehen. An den Stellen, an denen die vier Opfer ums Leben gekommen sind, versammeln sich Grüppchen, die Blumen niederlegen und eine Weile in Stille der Opfer gedenken. Es ist ein seltsames Gefühl über die Drottninggatan zu laufen, aber gleichzeitig auch schön zu sehen, wie die sonst so geschäftige Hauptstadt still ist und wie die Menschen dort ein Gefühl von Gemeinschaft ausdrücken. Auf einer Holzwand, die nun das zerstörte Schaufenster des Åhléns ersetzt, haben viele Besucher Botschaften auf bunten Zetteln hinterlassen. Hier tauchen immer wieder zwei Begriffe auf „Kärlek“ (Liebe) und „Tillsammans“ (zusammen). Wie ich finde zwei Wörter, die das Gefühl in Stockholm nach dem Terroranschlag ziemlich gut ausdrücken.

 

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”Endlich hat der Priester sein Priestergewand bekommen!” - Priesterweihe in Uppsala

P. Philip Geister (rechts) gratuliert Anders Ekenberg (links)
P. Philip Geister (rechts) gratuliert Anders Ekenberg (links)

Eine Priesterweihe mitzuerleben ist immer ein besonderes Ereignis, und gerade in Schweden, wo durchschnittlich im Jahr zwei Männer zu Priestern in der katholischen Kirche geweiht werden.

 

Hier in Schweden werden katholische Priester gebraucht, sodass es im Bistum Stockholm mittlerweile gar nicht mehr so ungewöhnlich ist, dass auch verheiratete Männer mit Familie zu katholischen Priestern geweiht werden. Ein Phänomen, das für viele – auch unsere Praktikanten in Uppsala- zunächst ziemlich ungewöhnlich klang...

 

Doch für den neugeweihten Priester Anders Ekenberg war seine Weihe am vergangenen Samstag nicht seine erste Priesterweihe: bereits vor 47 Jahren wurde er zum Priester in der Schwedischen (protestantischen) Kirche geweiht. Nachdem Anders Ekenberg vor 30 Jahren mit seiner Familie konvertierte und der katholischen Kirche beigetreten war, wurde er Professor für Exegetik und war bis zu seinem Ruhestand im Dezember 2015 am Newman-Institut angestellt. Auch als Kirchenmusiker ist und war Anders Ekenberg im Einsatz und verfasste unter anderem mehrere Lieder für das Gesangbuch des Bistums Stockholm.

 

Anders Ekenberg bei seiner Ansprache in der Aula des Newman-Instituts
Anders Ekenberg bei seiner Ansprache in der Aula des Newman-Instituts
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„Grattis på namnsdagen, Victoria!“

Als ich vor zwei Wochen erfahren habe, dass ich am 12. März die Möglichkeit haben würde, Kronprinzessin Victoria von Schweden und ihre Familie in Stockholm zu sehen, hätte die Freude kaum größer sein können. So machte ich mich am Sonntagvormittag auf den Weg in die schwedische Hauptstadt. Von Anna hatte ich erfahren, dass ich mit Blumen sogar die Möglichkeit hätte, ihr diese persönlich zu überreichen. Ich hatte lange hin und her überlegt und entschied mich dann, das Blumengeschäft auf dem Weg zum Schloss anzusteuern. Kurz bevor sich die Tore zum Schlosshof öffneten, kam ich dort an und traf auf Anna und ihre Mutter. Es waren erstaunlicherweise noch nicht viele Menschen da, so dass uns ein Platz in den vordersten Reihen sicher war.

 

Kurz nachdem um 11.15 Uhr die Tore geöffnet wurden, konnte man uns plötzlich in der ersten Reihe wiederfinden. Schon allein das machte uns happy J Zum ersten Mal zog ich nun in Erwägung der Kronprinzessin meine Blumen wirklich persönlich überreichen zu können…

 

Um 11. 45 Uhr begannen dann die Feierlichkeiten zu Kornprinzessin Victorias Namenstag und die Blaskapelle der königlichen Leibgarde zog auf den Schlosshof ein, gefolgt von Soldaten der königlichen Garde. Schon jetzt konnten wir Victoria und Daniel hinter den Fenstern des Schlosses sehen. Pünktlich um 12.00 Uhr kamen dann beide mit Estelle an der Hand auf den Schlosshof. Die Kapelle spielte einige Lieder, unter anderem auch das Lieblingslied der Kronprinzessin, „Uptown funk“ von Bruno Mars. Zum Schluss bekam dann auch noch der Kleinste der Familie seinen Auftritt: Prinz Oscar wurde aus dem Kinderwagen geholt und durfte auf dem Arm von Prinz Daniel die Menschenmenge bestaunen, während Victoria begann, Glückwünsche entgegen zu nehmen.

 

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Åland - eine Miniatur-Welt zwischen Schweden und Finnland

Åland Flagge
Åland Flagge

Von den Åland-Inseln haben wohl die wenigsten Menschen schon etwas gehört. Auch über den Köpfen unserer Praktikanten in Uppsala standen Fragezeichen, als sie zum ersten Mal hörten, wohin am vergangenen Samstag ein Ausflug gehen sollte. Åland? Wo und was ist das?

 

Åland ist eine Inselgruppe zwischen Schweden und Finnland. Die knapp 30.000 Einwohner bilden einen autonomen Teil Finnlands. Es gibt sogar ein eigens Parlament, das eigene Gesetze für Åland festlegen darf und Åland besitzt eine eigene Flagge. Das bedeutet, dass Åland eine Art eigenes kleines Land ist. Verrückt!

 

 

Entdeckungen in einer eigenen kleinen Welt

 

Was uns auf Åland erwarten würde wussten wir nicht so richtig, als sich unsere Gruppe, bestehend aus Maris, Matea, Marcel, Anna und vier Ukrainern, am frühen Samstagmorgen auf den Weg zum Hafen von Grisslehamn machte. Nach einer etwa 1,5 stündigen Autofahrt erreichten wir die Fähre. Bei eisigen Temperaturen verbrachten wir die Überfahrt nach Åland weitgehend drinnen, aber konnten auch von hier aus das Meer und die Aussicht auf ein paar vereinzelte Inseln genießen.

 

Nach zwei Stunden war es dann soweit: wir konnten wieder an Land rollen und ein Tag auf Åland lag vor uns. Schon beim Verlassen des Schiffes waren wir etwas belustigt: wir sahen die ersten Autos mit Åland-Nummernschildern. Als erstes schauten wir uns das alte Posthaus an, das noch aus der russischen Besatzungszeit stammt. Richtig, Åland hat auch seine eigene Post und eigene Briefmarken.

 

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Ein Student aus Uppsala-la-la-la la*

Schlittschuhläufer vor dem Schloss in Uppsala
Schlittschuhläufer vor dem Schloss in Uppsala

 

Mit diesem Song im Ohr ging es für mich am letzten Freitag in die schwedische Stadt Uppsala.

Mein Name ist Matea Renic und ich bin für die kommenden 5 Monate die neue Praktikantin hier am Newman Institut. Im Rahmen dessen werde ich zwei Tage die Partnerschafts-Kooperation im Erikshjälpen unterstützen, weitere zwei Tage bin ich bei der Caritas in Stockholm und auch am Newman Institut selbst.

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Ein Wochenende in Vadstena zwischen Stille und Kuchen

Bereits vorletzte Woche hatten wir Praktikanten aus Uppsala uns nach Vadstena aufgemacht, um bei einer Vorlesung des Newmaninstitutets in Vadstena den Schwestern im Brigitta Kloster ein wenig unter die Arme greifen zu können. Nachdem wir Pater Fredrik in Stockholm abgeholt haben, waren wir schon am zeitigen Nachmittag in Vadstena.

 

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Fröken Raffa´s Zwischenbericht aus Uppsala*

Öregrund, eine der wunderschönen, für Schweden so typischen kleinen Ortschaften an der Ostsee
Öregrund, eine der wunderschönen, für Schweden so typischen kleinen Ortschaften an der Ostsee

Schon als ich am 12. August 2016 im Landeanflug auf Stockholm war, durfte ich die Natur und die wunderschönen Holzhäuser Schwedens von oben betrachten und ich freute mich auf eine erlebnisreiche Zeit im Norden.

 

Das Ankommen in Uppsala fühlte sich sofort sehr vertraut und richtig an. Wenn ich daran zurückdenke, ist es verrückt, wie viele Menschen aus den verschiedensten Ländern der Welt, wie zum Beispiel aus den USA, der Ukraine, Finnland, Chile, Peru, aber natürlich auch aus Schweden ich in so kurzer Zeit kennenlernen durfte. Viele wurden zu guten Bekannten, einige zu echten Freunden.

Schon bald begannen meine ersten Arbeitstage im Erikshjälpen Second-Hand Shop in Uppsala  und in der katholischen Schule St. Erik in Stockholm. An beiden Arbeitsstellen ist die Internationalität kaum zu übertreffen. Besonders meine Kollegen aus der Schule kommen aus den unterschiedlichsten Teilen der Welt, wie Ungarn, Thailand, Chile, Sri Lanka und Polen. Im Laufe der Zeit durfte ich erfahren, dass besonders die polnisch-schwedischen Christen ein wichtiger, fester und großer Bestandteil der katholischen Kirche in Schweden sind.

 

Zwei Tage in der Woche fahre ich nach Stockholm und bin dort in der Vorschule tätig. Zu meinen Aufgaben zählt die Freizeitgestaltung der Kinder zu organisieren, ihnen zu helfen die Buchstaben und Ziffern zu erlernen und auch in der Programmgestaltung für den Lucia-Tag durfte ich viel mitwirken. War die Verständigung anfangs eher schwierig, kann ich inzwischen sagen, dass sich meine Schwedisch Kenntnisse durch die Arbeit mit den Kindern sehr verbessern konnte. Wenn gar nichts mehr ging, konnten einige Kinder sogar Englisch sprechen, was mir die Kommunikation etwas erleichtert hat.

 

Schnell habe ich gemerkt, dass nicht nur in der Vorschule, sondern auch im Supermarkt oder im Second-Hand Shop gutes bis sehr gutes Englisch gesprochen wird. Das erstaunt mich jedes Mal aufs Neue. Dennoch wird jetzt überwiegend schwedisch mit mir geredet, was dazu führt, dass ich gefühlt jeden Tag ein neues Wort lerne und die Gespräche mit den Kunden an der Kasse oder im Cafe des Erikshjälpen länger werden.

 

 

Dunkler Winter, aber nicht zu kalt

 

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Halbzeit in Uppsala

Es ist ein komisches Gefühl…

zu wissen, dass ich schon so lange hier bin und nicht mehr so lange bleiben werde. Wie schnell die Zeit vergeht, wird einem leider erst nach den Ereignissen bewusst, was vielleicht zu einem weniger bewussten Erleben führt. Es ist irgendwie eine Erkenntnis, die aufgrund fehlender Umsetzung eigentlich keine richtige Erkenntnis zu sein scheint.

 

Sonnenuntergang in Uppsala
Sonnenuntergang in Uppsala
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Samstagabend am internationalen Tag der Jogginghose

Um die anstrengende Woche gemütlich ausklingen zu lassen, haben wir uns zu einer gemeinsamen Waffel-Fika mit anschließenden Filmabend im Newman-Café getroffen. Weder die Wahl des Filmes noch die des Waffelbelages fiel uns anfangs leicht, aber nach einer Stunde haben uns sowohl die Waffeln geschmeckt als auch der Film gefallen. Ausnahmsweise fanden wir das ruhigere Kontrastprogramm zu den laut feiernden Studenten in den Studenten-Nations am internationalen Tag der Jogginghose passender ;-)

 

Marcel, Anne und Maris beim Filmabend mit Waffeln
Marcel, Anne und Maris beim Filmabend mit Waffeln
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Die Träger des Projekts                               Kontakt

Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken e.V. 

Kamp 22 | 33098 Paderborn

Tel.: 05251 29 96 - 0

Fax: 05251 29 96 - 88

E-Mail: info@bonifatiuswerk.de

Web: www.bonifatiuswerk.de

 

Weitere Infos zum Bonifatiuswerk

 

Anna Nick

Projektstelle des Bonifatiuswerkes am Newman-Institut 

Slottsgränd 6 | 75309 Uppsala 

Telefon: +46 76 421 36 31

E-Mail: anna.nick@newman.se

Web: www.newman.se

 

Weitere Infos zum Newman-Institut

 

Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, wenden Sie sich gerne direkt an:

 

Julia Jesse

Referentin Missionarische und diakonische Pastoral
Tel.: 05251 29 96 - 50
E-Mail: julia.jesse@bonifatiuswerk.de